Gemüse und Saatgut

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Saatgutliste für 2016
Samen alter und samenfester Gemüsesorten aus Erhaltungsanbau. Wir vermehren u. a. alte Bohnen- und Tomatensorten, verschiedene historische Salate und Blattgemüse und einige seltene Gemüseraritäten.

Bitte laden Sie sich immer die aktuelle Saatgutliste herunter. Die Liste wird laufend aktualisiert und nicht mehr lieferbare Sorten sind gekennzeichnet. Der aktuelle Stand der Saatgutliste ist mit einem entsprechenden Datum versehen.

Saatgutliste für 2016, letzte Aktualisierung 15.05.2016 (PDF) >

Eine neue Saatgutliste für die Saison 2017 erscheint bis Mitte November.

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Die große Vielfalt alter Gemüsesorten
Tomaten in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Aromen – violette, dunkelrote und hellgelbe Karotten – Kartoffeln mit rosa oder violetter Schale und Fleisch – goldene oder weiße Bete und rosa überhauchte oder schwarzschalige Speiserübchen – gebogene Kipflerbohnen, Riesenzuckerschoten und blaue Kapuzinererbsen – Butterkohl, Palmkohl, Filderkraut  … Wer kennt Sie noch – diese großartige Vielfalt von Gemüsesorten?

Sortenvielfalt erhalten
Eine Vielzahl dieser Gemüsesorten sind im Handel nicht mehr erhältlich und das Angebot an samenfesten Gemüsesorten ist immer kleiner und einheitlicher geworden. Seit 1900 sind – auch in Zusammenhang mit der Intensivierung der Agrarindustrie und der modernen Pflanzenzüchtung – geschätzt 75% unserer alten Kulturpflanzen verloren gegangen. Erhalterorganisationen, Vereine und private Erhalter versuchen durch gezielten Anbau und Vermehrung  dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

Gemüseraritäten wieder entdeckt
Für den privaten Anbau eignen sich diese alten Sorten oft besonders, da sie über Eigenschaften verfügen, die für Hobby-Gärtnerei und Selbstversorgung interessant sind. Dies kann z. B. Robustheit für den Freilandanbau oder ein langer Erntezeitraum sein, ebenso wie die Möglichkeit den Speisezettel mit delikaten Raritäten zu bereichern, die für den Erwerbsanbau nicht profitabel genug sind. Die alten Sorten sind zudem alle samenfest und können für den Eigenbedarf weiter vermehrt werden.

Zunehmend greifen auch Bio-Betriebe wieder auf alte Sorten zurück – vor allem für die Direktvermarktung – da sie oft besser für den Anbau ohne chemische Spritz- und Düngemittel geeignet sind. So sind immer mehr “bunte” Gemüse auf Märkten und in Bio-Läden wieder zu finden. Für sich entdeckt haben die geschmacklichen Qualitäten der alten Sorten gegenüber dem modernem “Turbogemüse” auch Restaurants für die Gourmet-Küche.

Saatgut aus unserem Erhaltungsanbau
Garten des Lebens engagiert sich für die Erhaltung alter Gemüsesorten und Gemüseraritäten. Das angebotene Saatgut wird gegen eine Aufwandsentschädigung abgegeben und ist nur für den privaten Gebrauch und Testanbau vorgesehen. Das Angebot steht im Dienste des Erhalts und der Verbreitung alter und samenfester Gemüsesorten. Für Fragen zu Kultur und Vermehrung stehen wir gerne zur Verfügung.

Ein großes Angebot an Gemüseraritäten, alten samenfesten Gemüsesorten und Erhaltersorten ist im Internet zu finden. Folgend einige Empfehlungen:

  • Arche Noah (Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung) führt neben den im Online-Shop angebotenem Saatgut ein Sortenhandbuch in dem private Erhalter Saatgut, Pflanzen und Veredelungsreiser anbieten.
  • VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. v.) mit einer Saatgutliste der Erhalter
  • Privates Saatgutarchiv Gerhard Bohl. Herr Bohl ist über Internet und E-Mail nicht erreichbar. Bestellungen seines umfangreichen Sortenhandbuchs auf CD sind auf dem Postweg möglich. Kontaktdaten finden Sie hier.

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Im Handel sind samenfeste Sorten und wieder angemeldete alte Sorten bspw. über Dreschflegel, Bingenheimer und Reinsaat erhältlich.

 

Kommentare

  1. Rosi brock
    Veröffentlicht 29. August 2015 um 14:39 | Permalink

    Hallo möchte mich gerne vormerken lasse. Möchte gerne weil ich nun den Platz dafür habe einen Gemüse und Kräutergarten anlegen. Nach Gesprächen mit anderen Gärtner die den Saatgut aus dem Bauhaus oder sonst wo her holen, möchte ich lieber altes Saatgut anpflanzen, so wie es meine Oma auch früher gemacht haben. Da wurde der Samen bis zur Reife für nächstes Jahr geerntet und auch untereinander gestaucht.

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