Unser Kürbis-Special zur Unterscheidung der verschiedenen Arten mit Sortenempfehlungen, Infos zu Anbau und Vermehrung sowie zum Kürbis in der Küche.

Kürbisse und Zucchini – Arten und Sorten
Anbau und Vermehrung von Kürbis und Zucchini
Kürbis in der Küche – Rezepte

Obwohl wir bereits viele Jahre regelmäßig Kürbisse anbauen, bin ich jeden Herbst erneut fasziniert von unserer vielfältigen Kürbisernte. Die bunten Schwergewichter bekommen zuerst ihren Platz auf der südlichen Hausseite zum Nachreifen, wo sie bis zu den ersten Frösten ein wunderhübsches Bild abgeben. Danach zieren sie im Zuge der weiteren Lagerung den Hausflur und Räume in denen wenig geheizt wird. Dort verbleiben sie bis zum Verzehr bzw. der Ernte des Saatguts.

Kürbisvielfalt

Kürbisvielfalt

Dabei war mein Weg zur Kürbisliebe durchaus holprig. In meiner Kindheit in den 1970iger Jahren war bei uns in Bayern von der heute verfügbaren Kürbisvielfalt noch nichts zu erahnen. Meine bäuerliche Verwandtschaft baute den Gelben Zentner an und legte ihn süß-sauer ein. Der Gelbe Zentner ist ein riesiger Kürbis von eher minderwertiger Fruchtfleischqualität, faserig und mit wenig Geschmack. Früher wurden solche Sorten angebaut, um Mensch und Tier (sprich das Hausschwein) gleichermaßen zu ernähren. Der verwendete Essig für die Konservierung dürfte auch nicht von einer Balsamico-Qualität gewesen sein, wie ich ihn heute zum Einlegen verwende.

Der „Genuss“ dieser „Kürbisspezialität“ hat mir auf lange Zeit jegliches Interesse an den Kürbissen vergällt. Erst Jahre später konnte mich meine große Schwester dazu überreden eine ihrer Kürbissuppen zu kosten. Die Überraschung über den feinen, cremigen Geschmack war immens. Und im Zuge der zunehmenden Selbstversorgung aus unserem Garten, hat der Kürbis einen festen Platz erobert.

Vielfältige Kürbisse – Arten und Sorten

Die bei uns zu Speisezwecken angebauten Kürbisse lassen sich in drei Arten innerhalb der Gattung Cucurbita (Kürbis) unterteilen:

Zucchini Costata Romanesco

Zucchini Costata Romanesco

Cucurbita pepo (Gartenkürbis)
Zu den Gartenkürbissen zählen alle Zucchini und Zucchiniähnlichen Kürbisse wie Rondini sowie Ufo-Kürbisse, Eichelkürbisse, Spaghettikürbis und einige andere. Auch der Ölkürbis der für die Ernte der Kürbiskerne und der Gewinnung von Kürbiskernöl angebaut wird gehört zu den Gartenkürbissen. Und ebenso der Halloween-Kürbis zusammen mit unterschiedlichsten Zierkürbissen, die nur für Dekozwecke geeignet sind. 

Verschiedenen Gartenkürbisse mit ausführlichen Beschreibungen sind bei uns im Online-Shop zu finden:  Zucchini Costata Romanesco –  Gleisdorfer ÖlkürbisGartenkürbis DelicataZucchini Rumänische Cremefarbige

Cucurbita maxima (Riesen- oder Winterkürbis)
Maxima-Kürbisse dürften die größte Gruppe unter den Speisekürbissen darstellen. Hunderte von Sorten in unterschiedlichen Farben, Formen und Größen zählen hierzu. Auch Geschmack und Fruchtfleischeigenschaften variieren. Die Bezeichnung Winterkürbis dürfte auf die meist gute Lagerfähigkeit zurückzuführen sein. Die bekanntesten Vertreter dürften die Hokkaidos sein, die den Handel dominieren.

Verschiedenen Riesenkürbisse mit ausführlichen Beschreibungen sind bei uns im Online-Shop zu finden: Kürbis Jarrahdale –  Kürbis Gete OkosiminKürbis Galeux D’EysinesKürbis Hokkaido Uchiki Kuri 

Cucurbita moscata (Moschus- oder Muskatkürbis)
Muskatkürbisse sind bei uns vor allem durch den französischen Muscade de Provence bekannt geworden. Ebenso werden im Handel in den letzten Jahren vermehrt Butternutkürbisse angeboten. Dabei sind auch in dieser Kürbisart verschiedenste interessante Varietäten zu finden, wie einige stark gerippter Vertreter mit Ursprung in Japan oder der Zucchinikürbis Tromba d’Albenga.

Verschiedenen Muskatkürbisse mit ausführlichen Beschreibungen sind bei uns im Online-Shop zu finden: Muskatkürbis Butternut Sonca –  Muskatkürbis ChirimenZucchinikürbis Tromba d’Albenga

Weitere Cucurbita-Arten sind die Kalebasse (Lagenaria siceraria), Feigenblattkürbis (Cucurbita ficifolia) oder Cushaw-Kürbisse (Cucurbita argyrosperma) die in unseren klimatischen Verhältnissen jedoch nur bedingt gedeihen und für die Ernährung eine untergeordnete Rolle spielen.

Anbau und Veremehrung von Kürbissen und Zucchini

Kürbisse stammen aus der neuen Welt und sind mit den spanischen Seefahrern zu uns gekommen. In Nord- und Mittelamerika wurden Kürbisse bereits lange davor von der indigenen Bevölkerung angebaut und weiterentwickelt. Ein traditionelles Anbausystem war und ist die Milpa, einer Mischkultur vorrangig aus Kürbis, Mais und Bohnen

Ernte aus der Milpa

Ernte aus der Milpa

Kürbisse sind nicht frosthart und müssen mit unserer eher kurzen Sommersaison zurechtkommen. Daher werden sie am besten bereits im April im Haus vorgezogen und nach den letzten Frösten etwa Mitte Mai ausgepflanzt. Geerntet wird bis in den Herbst hinein, solange es frostfrei bleibt. 

Für die Anzucht der Kürbisse ist zu beachten: 
Eine Aussaat Mitte April ist völlig ausreichend. Früher gesäte Pflanzen verbleiben meist zu lange im Anzuchttopf, was zu Wachstumsstockungen nach der Pflanzung führt. Gesät werden 1 – 2 Samen jeweils in einem Töpfchen mit einem Durchmesser mindestens 10 cm. Das Aussaatsubstrat kann ausgereifter Gartenkompost (kein Kompost aus Kompostieranlagen) oder eine andere reichhaltige Gemüseerde (auch aus dem Gartenbeet) sein, eventuell mit etwas Sand gemischt. Das Ansäen in nährstoffarmer Aussaaterde mit späterem Pikieren ist nicht zu empfehlen.

Kürbisse und Zucchini sind Starkzehrer und werden in ein vollsonniges Beet mit nährstoffreicher Erde gepflanzt. Für einen guten Fruchtansatz benötigen sie dazu eine regelmäßige Wasserversorgung in Trockenperioden. Ein Mulchen der Beetfläche unterstützt die Nährstoffversorgung und verhindert das Austrocknen vor allem frisch gepflanzter Jungpflanzen.

Kürbisgewächse sind Fremdbefruchter und sind darauf angewiesen, dass Insekten den Pollen der männlichen Blüten zur weiblichen Blüte transportiert. Unbefruchtete weibliche Blüten können keine Früchte bilden, die bereits vorhandenen Fruchtansätze fallen ohne Bestäubung ab. Daher macht es Sinn im Garten für ein dauerhaftes Blütenangbot für bestäubende Insekten zu sorgen. Eine gute Möglichkeit im Gemüsegarten sind einjährige Blühstreifen, die sich einfach immer wieder selbst aussäen.

Kürbisse werden durch Insekten befruchtet

Kürbisse werden durch Insekten befruchtet

Eigenes Saatgut von Kürbis und Zucchini gewinnen
Eine Aussage, die bereits seit vielen Jahren durch die Medien geht, scheint quasi zur Legende geworden zu sein. Nämlich, dass man sich vergiftet, wenn man selbst vermehrte Kürbisse und Zucchini verspeist. Es vergeht kaum ein Seminar oder eine andere Veranstaltung bei der ich nicht danach gefragt werde. Dabei können Kürbisse und Zucchini selbstverständlich selbst vermehrt werden, wenn auf die Sortenreinheit geachtet wird und mögliche bittere Früchte nicht verzehrt werden. Einen ausführlichen Artikel zu Bitterstoffen in Kürbisgewächsen haben wir bereits vor vielen Jahren aus aktuellem Anlass veröffentlicht.

Für eine sortenreine Vermehrung sind die oben aufgeführten Arten zu berücksichtigen. Vertreter der verschiedenen Cucurbita-Arten verkreuzen sich nicht. Alle Sorten innerhalb einer Art können sich jedoch verkreuzen.

In der Praxis bedeutet dies für eine sortenreine Vermehrung: Es kann jeweils ein Gartenkürbis (pepo), ein Riesenkürbis (maxima) und ein Muskatkürbis (moscata) zusammen angebaut und davon Saatgut genommen werden. Für den Anbau verschiedener Sorten innerhalb einer Art gilt dies für die Gewinnung von Saatgut dagegen nicht.

Für die Ernte von Saatgut ist außerdem zu beachten
Hochwertiges und keimfähiges Saatgut kann nur aus vollständig ausgereiften Früchten gewonnen werden. Dies gilt auch für Zucchini, die wir für den Verzehr normalerweise grün ohne nennenswerte Samenentwicklung ernten. Anders als bei Kürbissen sind ausgereifte Zucchini meist nicht mehr besonders schmackhaft. Für die Vermehrung sollte außerdem ein größerer Pflanzenbestand für die Erhaltung der genetischen Diversität vorhanden sein, der in kleinen Hausgärten oft zu viel Platz einnehmen würde. In größeren und gemeinschaftlich bewirtschafteten Gärten oder Ackerparzellen bietet sich die Gewinnung von eigenem Cucurbita-Saatgut unter den genannten Voraussetzungen jedoch an und macht unter dem Aspekt der Saatguterzeugung für den Eigenbedarf durchaus Sinn. 

Kürbis in der Küche

Kürbisse lassen sich in unglaublich vielfältige Gerichte verwandeln. In der Vergangenheit haben wir bereits das eine oder Kürbis- und Zucchinirezept gepostet. So unseren Zucchini-Sommerliebling Antipasti von gebratener und marinierter Zucchini Costata Romanesco. Sowie zwei Rezepte zur Konservierung von Kürbis: Kürbis-Ketchup und Kürbis-Pesto. Ein weiteres, etwas aufwendigeres Rezept für die Verwendung von Winterkürbissen sind die wunderbaren Kürbis-Schupfnudeln – mit Gulasch oder Pilz-Ragout ideal für kalte Tage.

Ein weiteres Rezept, das ich heute vorstellen möchte, ist ein Teig für Kürbisbrot und die Verwendung als Boden für Flammkuchen oder ähnliches. Die Herstellung des Teiges für beide Verwendungen ist identisch. Für das Brot werden noch Walnüsse und Kürbiskerne hinzugefügt. Für den Flammkuchen wird etwas mehr Mehl in den Teig geknetet, damit er fester wird. Der verwendete Kürbis sollte festfleischig und eher von trockenem Fruchtfleisch sein. Die angegebene Teigmenge ist ausreichend für 2 Brote und 2 Bleche Flammkuchen.

Zutaten für den Teig:

900 g geputztes und gewürfeltes Kürbisfleisch
500 g helles Dinkelmehl Typ 630
500 g dunkles Dinkelmehl Typ 1050
1,5 Würfel frische Hefe
5 EL Joghurt 3,5 % Fett
5 EL Olivenöl
3 TL Salz
Mehl zum Verarbeiten
Wasser

Weitere Zutaten für das Brot:

3 EL Walnussbruch
3 EL Kürbiskerne, geröstet
2 EL Milch und weitere Kürbiskerne

Teigzubereitung:

Den Kürbis im Dampfeinsatz weich garen und abdampfen / abkühlen lassen. Mit einem Kartoffelstampfer breiig stampfen. Mehl in einer großen Schüssel mit dem Salz vermischen. In der Mitte in eine Mulde die Hefe hinein bröckeln und mit etwas Wasser auflösen. Die weiteren Zutaten, den Kürbisbrei und etwa 1 kleine Tasse Wasser hinzufügen. Mit bemehlten Händen zu einem weichen Teig verarbeiten. An einem warmen Ort ca. 2 Stunden zugedeckt gehen lassen.

Für das Brot:

Etwa 2/3 des Teiges mit Walnüssen und Kürbiskernen mischen, zu 2 länglichen Rollen formen, auf ein bemehltes Backblech legen und verdrehen. Mit der Milch bepinseln und mit Kürbiskernen belegen. Die Brote weitere 20 Minuten gehen lassen. Backofen bei Ober-/Unterhitze auf 220 Grad vorheizen. Die Brote ca. 15 Minuten backen. Dann die Ofentemperatur auf 160 Grad reduzieren und für ca. 25 Minuten weiterbacken. Brote aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Wird das Brot nicht zeitnah benötigt, kann es auch eingefroren werden.

Für den Flammkuchen:

Den restlichen Teig mit so viel Mehl verkneten, dass er geschmeidig bleibt, jedoch nicht mehr so klebrig ist. Für den Flammkuchen den Teig dünn ausrollen, auf ein Backblech mit Backpapier legen und nach Rezept beispielsweise mit Sauerrahm, Zwiebeln und Speck belegen und backen. Ein Rezept, zu dem der Kürbisteig sehr gut passt ist der Wurzelgemüse-Flammkuchen.

 


Sibirischer Kohl (Brassica napus var. pabularia) oder Russischer Roter bzw. Red Russian Kale ist ein einfach zu kultivierender und sehr wohlschmeckender Blattkohl. Die gute Frosthärte macht ihn zu einem unkomplizierten Wintergemüse. Die gefiederten Blätter und Stiele in grün bis violett sind außerdem eine Zierde in jedem Gemüsegarten. Bei rechtzeitiger Aussaat und guter Nährstoffversorgung lassen sich große, imposante und ertragreiche Pflanzen kultivieren. Ebenso kann der Sibirische Kohl als Schnittkohl oder Baby-Leaf für die Herbst- und Winterernte gezogen werden.

Sibirischer Kohl / Red Russian Kale

Sibirischer Kohl / Red Russian Kale

Das violett überhauchte, gefiederte Blatt des sibirischen Kohls

Das violett überhauchte, gefiederte Blatt des sibirischen Kohls

Anbau:
Aussaat für Einzelpflanzen ab Mitte April bis Anfang Juli, vorzugsweise in Quickpots oder kleinen Töpfchen. Die jungen Pflanzen nach 4 – 6 Wochen auf ein mit Kompost oder Mistkompost vorbereitetes Beet auspflanzen. Pflanzabstand etwa 50 x 50 cm. Spätere Saaten können für die Ernte als Schnittkohl in Reihen gesät werden. Ein Pflanzenabstand von ca. 5 cm in der Reihe und einem Reihenabstand von 10 cm ist zu empfehlen.

Wuchsform:
Wie Grünkohl bildet auch der Sibirische Kohl keinen festen Kopf und die länglichen, gefiederten Blätter sind locker an einem Hauptspross angeordnet.

Vermehrung:
Wie die meisten Kohlsorten blüht auch der Sibirische Kohl in zweiten Kulturjahr. Die wunderschönen gelben Blüten erscheinen im April/Mai und bis in den Sommer reifen die Samen aus. Die frühe Blüte ist eine gute Bienenweide. Für eine Vermehrung sollte ein Bestand von mindestens 20 Pflanzen zusammen abblühen. Zur Gattung Brassica napus gehören u. a. auch der Raps und die Kohlrübe. Kohlgewächse sind Fremdbefruchter und werden durch Insekten bestäubt. Daher kann es mit Vermehrungskulturen von Kohlrüben oder landwirtschaftlich angebautem Raps in der näheren Umgebung zu Verkreuzungen kommen. Mit einer Varietät des Raps, dem Bremer Scheerkohl würde sich der Sibirische Kohl ebenfalls verkreuzen.

Die Samen werden geerntet, wenn sich die Schoten gelb bis braun verfärben. Mit der Ernte sollte nicht zu lange gewartet werden, da die Schoten sonst aufspringen und sich das Saatgut aussamt. Trocken, dunkel und kühl gelagert sind die Samen mindestens 5 Jahre keimfähig..

Ernte und Verwendung:
Die Ernte der Blätter erfolgt laufend ab den Sommermonaten. Dabei werden von Solitär-Pflanzen immer die unteren Blätter geerntet sodass der Kohl weiterwachsen und neue Blätter bilden kann. Bei Schnittkulturen ist darauf zu achten, das Herz der Pflanzen nicht zu verletzen, damit mehrere Schnitte möglich sind.

Sibirischer Kohl ist winterhart und kann über die komplette kalte Jahreszeit geerntet werden. Lediglich vor starken Kahlfrösten sollten die Pflanzen vorübergehend mit Gartenvlies geschützt werden. Die Ernte erfolgt am besten an frostfreien Tagen.

Die Verwendung des Sibirischen Kohls ist ähnlich wie von Grünkohl (Link zu Rezepten), wobei der Sibirische Kohl keinen Frost vor der Ernte benötigt. Das Aroma ist milder und feiner als von Grünkohl und erinnert an Kohlrabi. Neben der traditionellen Grünkohlzubereitung eignet sich Sibirischer Kohl auch gut für Asia-Gerichte und kann in grünen Smoothies verwendet werden. Der Russische Rote, Red Russian Kale, ist ein sehr gesundes Gemüse und reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

Geschichte:
In der Literatur ist wenig über den Sibirischen Kohl zu finden. Seinem Namen nach stammt er ursprünglich aus Sibirien und wird in Russland in der traditionellen Küche verwendet. Vermutlich handelt es sich um einen Wildkohl, der in Kultur genommen wurde. Von Russland aus soll der Sibirische Kohl vor mehr als einhundert Jahren mit russischen Einwanderern nach Kanada gekommen sein. Heute ist er in Teilen Europas und Eurasiens im Anbau und ist besonders in Regionen mit langen Wintern als Gemüsepflanze beliebt. Manchmal wird der „Russische Rote“ auch als Russischer Grünkohl bezeichnet. Dabei ist es jedoch möglich, dass es sich um eine Namensüberschneidung mit einem rotlaubigen Grünkohl handelt.

Im Saatguthandel war Sibirischer Kohl lange Zeit eine Rarität. Samen waren vorrangig über private Liebhaber oder Saatgutarchive erhältlich. Heute ist Saatgut des Sibirischer Kohls über verschiedenste Saatgutfirmen, vor allem aus der Bio-Züchtung, zu beziehen. Wir haben den Sibirischen Kohl seit mehr als 10 Jahren in Kultur und er hat seinen festen Platz bei uns im Gemüsegarten und in der Vermehrung.

Samen von Sibirischer Kohl / Russischer Roter / Red Russian Kale sind bei uns im Garten des Lebens Online-Shop für samenfestes Saatgut erhältlich >

Dieser Blogbeitrag erschien bereits 2017 und wurde 2025 von uns aktualisiert. (Anmerkung der Redaktion)

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Insektenweiden aus einjährigen Blumen, Kräutern und Wildpflanzen lassen sich einfach ansäen. Ringelblume, Borretsch, Phacelia und Co. keimen in der Regel schnell und zuverlässig. Auf einem humosen und nicht zu nährstoffarmen Boden wächst in kurzer Zeit ein hübsches Blütenmeer in dem es surrt und schwirrt.

Nützlinge wie Schwebfliege und Florfliege, deren Larven Unmengen von Blattläusen, Milben und anderen Schadinsekten vertilgen, finden an den Blüten Nahrung in Form von Nektar und Pollen. Ebenso besuchen unzählige Bestäuberinsekten, die wir dringend zur Befruchtung von Obst und Gemüse benötigen, die unterschiedlichen Blüten. Honigbienen, Hummeln und verschiedene Wildbienen finden dort bis in den Herbst hinein Nahrung. Einige Blumen sind zusätzlich besonders beliebt bei Schmetterlingen.

Borretsch und Rosa Schüttmohn aus Selbstaussaat

Borretsch und Rosa Schüttmohn aus Selbstaussaat

Mehr als eine Biene in der Mohnblüte

Mehr als eine Biene in der Mohnblüte

Hummel an Phacelia

Hummel an Phacelia

Das Schöne daran ist außerdem, dass sich viele dieser Blühpflanzen einfach selbst versamen. Das bedeutet, dass nur eine einmalige Saat erfolgen muss und viele Arten jedes Jahr wieder kommen. Vorausgesetzt man lässt an einigen Pflanzen die Samen ausreifen. Wer mag, kann auch ohne großen Aufwand Saatgut ernten und im Folgejahr kontrolliert aussäen.

TIPP: Manche dieser Pflanzen neigen dazu sich recht intensiv zu versamen. Wenn zu viele Keimlinge von alleine wieder aufgehen, können die Jungpflanzen mit einer Unkrauthacke gejätet werden. Die Pflanzenreste bleiben als Mulch, der von den Bodentierchen wieder in nährstoffreiche Erde umgewandelt wird, auf den Beeten liegen.

Wilde Kornblumen eignen sich als Beetabgrenzung im Gemüsegarten

Wilde Kornblumen eignen sich als Beetabgrenzung im Gemüsegarten

Schwebfliegen besuchen die wilde Kornblume

Honigbienen, Wildbienen und Schwebfliegen besuchen die wilde Kornblume

Die folgenden Blühpflanzen eigenen sich nach unserer Erfahrung besonders gut für einjährige Insektenweiden. Von den meisten Arten bieten wir Samen bei uns im Online-Shop an. Im Shop gibt es außerdem detaillierte Beschreibungen zum Nachlesen.

Borretsch >
Cosmea, rosa und weiß
Cosmea, orange >
Mohn, dunkelrosa und ungefüllt >
Phacelia Bienenfreund >
Ringelblume >
Sonnenblume >
Wilde Kornblume >
Zinnie
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Kohlrabi ist ein feines Gemüse mit einer Ernte aus dem Garten ab Mai und Juni. Frühe Sätze lassen sich ins Gewächshaus pflanzen. Ab April gedeiht das kältetolerante Gemüse auch im Freiland. Bei anhaltend frostigen Temperaturen ist jedoch ein Kälteschutz, beispielsweise in Form von Gartenvlies zu empfehlen. Während des Wachstums benötigen die Kohlrabiknollen ausreichend Wasser. In Trockenperioden, die leider immer häufiger bereits im Frühling auftreten, muss regelmäßig gegossen werden. Wenn die Pflanzen länger recht trocken stehen und dann stark gegossen werden, neigen die Knollen zum Aufplatzen.

Junge Kohlrabi haben einen sehr feinen Geschmack.  Die obere Hälfe der Knolle mit dem Blattansatz ist besonders zart. Ältere Exemplare entwickeln eine hochrunde Form und können am Wurzelansatz hart und holzig werden. Holzige Teile abschneiden und nicht mehr verwenden.

Neben den Knollen lassen sich auch die Blätter von Kohlrabi vor allem in Suppen vielseitig verwenden. Sie verfügen über einen milden Kohlgeschmack. Folgend dazu zwei Rezepte.
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Kohlrabiblätter

Kohlrabiblätter lassen sich in Suppen schmackhaft verarbeiten

Kohlrabicremesuppe mit Camenbert

Kohlrabisuppen bekommen durch die Verwendung der jungen Blätter eine appetitlich hellgrüne Farbe. Kartoffeln helfen die Suppe zu binden und unterstützen eine cremige Konsistenz.

2 bis 3 Zehen Knoblauch
2 Knollen Kohlrabi
mehrere schöne junge Kohlrabiblätter
2 EL Butter
1 große Kartoffel, mehlig kochend
1 bis 2 Tassen warme Gemüsebrühe
100 g weicher Camenbert ohne Rinde
1/2 Becher süße Sahne
Salz, schwarzer Pfeffer
1 Bund Schnittlauch

Knoblauch schälen und grob würfeln, Kohlrabi schälen, holzige Teile entfernen und in Scheiben oder Würfel schneiden. Ebenso die Kartoffel schälen und würfeln. Butter in einem großen Topf schmelzen, Knoblauch, Kohlrabi und Kartoffel darin andünsten. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und etwas salzen. Die Kohlrabiblätter ohne Stiele in Streifen schneiden und unterrühren. Etwa 15 Minuten kochen lassen, bis Kohlrabi und Kartoffeln weich sind. Mit einem Pürierstab fein pürieren. Eventuell noch etwas Brühe nachgießen.

Die Suppe ausschalten und den entrindeten und in Stückchen geschnitten Camenbert einrühren, bis er geschmolzen ist. Die Sahne unterrühren und die Suppe nochmal erwärmen, jedoch nicht mehr kochen lassen. Mit Salz abschmecken und zum Schluss mit dem Pürierstab aufschäumen. Beim Servieren portionsweise schwarzen Pfeffer über die Suppe mahlen und mit reichlich in Röllchen geschnittenem Schnittlauch garnieren.

Caldo Verde

Die Caldo Verde ist ein portugiesisches Nationalgericht und wird im Original mit Blättern des Baumkohls „Galizische Palme (Couve Galega)“ zubereitet. Die Rezepte für die Caldo verde variieren regional. Die „Galizische Palme“ ist ein hochwachsender Kohl mit großen, leicht gewellten, weichen Blättern mit mildem Geschmack. Da im Lebensmittelhandel bei uns die „Galizische Palme“ praktisch nicht erhältlich ist, können als Ersatz Kohlrabiblätter verwendet werden.

Galizische Palme

Galizische Palme

Auch in unseren Gärten ist die „Galizische Palme“ eine Rarität und Samen werden nicht häufig angeboten. Wir haben sie bei uns angebaut, verkostet und letztes Jahr in die Vermehrung genommen. Wir freuen uns nun Samen der „Galizischen Palme“ bei uns im Shop anbieten zu können.

1 kleine Zwiebel
3 Knoblauchzehen
400 g Kartoffeln, mehlig kochend
1 Lorbeerblatt
ca. 250 g Blätter der Galizischen Palme oder schöne Kohlrabiblätter
Salz, Muskatnuss
hochwertiges Olivenöl
200 g Chouriço, portugiesische Paprikawurst in 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten (ersatzweise eine scharfe Paprikasalami)

Zwiebel und Knoblauch schälen, würfeln und in 1 EL Olivenöl andünsten. Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und dazu geben. Salzen und mit reichlich frisch geriebener Muskatnuss würzen. Mit ca. 1 L Wasser aufgießen, Lorbeerblatt dazu geben und bei niedriger Temperatur ca. 15 Minuten kochen lassen bis die Kartoffeln weich sind. Das Lorbeerblatt entfernen und die Suppe fein pürieren.

Die Kohlblätter waschen, starke Mittelrippen entfernen und in sehr feine Streifen schneiden. Den geschnittenen Kohl in die Suppe einrühren und nochmal ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis der Kohl gegart ist. Eventuell noch Wasser angießen.

In der Zwischenzeit die Chouriço-Scheiben in einer Pfanne von beiden Seiten kurz anbraten. Die Suppe mit Salz und Muskatnuss abschmecken. In vorgewärmte Suppenteller füllen und je Portion 1 EL Olivenöl einrühren und mit einigen Scheiben der Chouriço garnieren.
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Regelmäßig erreichen uns Anfragen bezüglich der Keimung von Saatgut. Im Folgenden haben wir die aus unserer Erfahrung wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Aussaat und Jungpflanzenanzucht zusammengefasst.

Lichtbedingungen und Feuchtigkeit für die Keimung

Dunkelkeimer
Die meisten Gemüsesorten sind Dunkelkeimer. Dies bedeutet, dass die Samen bei der Aussaat mit Erde bedeckt werden. Als Faustregel gilt eine Saattiefe, die etwa 2- bis 3-mal dem Durchmesser des Samenkorns entspricht. Beispielweise bei Tomaten wäre das eine Saattiefe von 0,5 bis maximal 1 cm. Bei Bohnen (ausgenommen Ackerbohnen) ist die Saattiefe sogar eher noch geringer. Nach einer alten Bauernregel mögen „Bohnen die Glocken läuten hören“. Später können die Pflanzen bei Bedarf für einen festen Stand und ein kräftiges Wachstum angehäufelt werden.

Die Ansaaten werden mit einem Blumensprüher befeuchtet, oder es kann in die Unterschalen der Aussaatgefäße gegossen werden. Die Erde saugt das Wasser auf. Stehendes Wasser sollte jedoch vermieden werden. Bei zu viel Nässe können die Samen faulen oder es können später die Sämlinge absterben.

Lichtkeimer
Bei Lichtkeimern werden Samen nur auf das Aussaatsubstrat gestreut, leicht angedrückt und nur mit wenig oder gar nicht mit Erde bedeckt. Lichtkeimer sind unter anderem Salate, wie Kopf- und Pflücksalat, manche Kräuter wie beispielsweise Basilikum und viele Blumen, vor allem Wildblumen. Die Saaten werden mit einem Blumensprüher großzügig befeuchtet. Um ein Austrocknen der Samen währen der Keimzeit zu vermeiden kann eine Klarsichtfolie / Frischhaltefolie aus dem Haushalt über die Aussaatschalen gespannt werden. Bei Saaten direkt ins Beet muss vor allem in Trockenperioden regelmäßig vorsichtig gegossen werden, damit die Samen für die Keimung genügend Feuchtigkeit erhalten. Die Aussaatschalen werden an ein helles Fenster gestellt.

Temperaturbedingungen für die Keimung

Kaltkeimer / Frostkeimer
Manche Gemüsearten und viele Blumen und Wildpflanzen benötigen einen Kältereiz um zu keimen. Oft sind niedrige Temperaturen ausreichend, manche Pflanzen benötigen jedoch Frost für das Auslösen der Keimung. Typische Kaltkeimer sind beispielsweise die Kerbelrübe, der Gute Heinrich oder die Gartenakelei. Die Samen solcher Pflanzen werden bereits im Spätherbst, im Winter oder sehr früh im Frühjahr gesät. Andere Samen wie beispielsweise Feldsalat und manche Salatsorten gehen bei zu hohen Temperaturen in eine Keimruhe, eine Keimung erfolgt erst bei niedrigeren Temperaturen meist unter 20 Grad. Daher lassen Sommersaaten von Feldsalat sortenabhängig oft lange auf sich warten.

Eng gesäte Sämlinge von Salat, die bald pikiert werden können

Eng gesäte Sämlinge von Salat, die bald pikiert werden können

Hohe Keimtemperaturen für wärmeliebende Gemüsearten
Andere Gemüsearten benötigen dagegen besonders hohe Keimtemperaturen von etwa 22 – 28 Grad. Dies betrifft viele der wärmeliebenden Gemüsearten wie Tomaten und vor allem Paprika, Chili und Auberginen. Die notwendigen Keimtemperaturen werden erreicht, wenn die Aussaatschalen über einer Heizung oder auf einer Wärmematte aus dem Gartenhandel stehen. Auch in diesem Fall empfiehlt es sich die Aussaatschalen mit Klarsichtfolie abzudecken, um ein Austrocknen der Saaten zu vermeiden. Stimmt die Keimtemperatur keimen die Samen dieser wärmeliebenden Pflanzen artabhängig in der Regel zwischen 5 und 10 Tagen.

Lichtangebot und Temperaturen nach der Keimung

Pflanzen, die auf der Fensterbank vorgezogen werden, benötigen nach der Keimung einen sehr hellen, sonnigen und eher kühleren Platz. Dafür werden die Aussaatgefäße von der Wärmequelle genommen und die Folie wird entfernt. Besonders Tomaten müssen eher kühler stehen, da sie ansonsten zu Geilwuchs neigen. Die Pflanzen werden dann auf der Suche nach Licht lang und dünn, und oft auch gelblich. Als Faustregel vor allem für Tomatensämlinge gilt daher: Je geringer das Lichtangebot, desto kühler müssen die Pflanzen stehen. Gemüsearten wie Kohl oder Salat, die ohnehin mit kühleren Temperaturen gut zurechtkommen, müssen nach der Keimung für eine kompakte Entwicklung der Jungpflanzen sehr hell und kühl gestellt werden. Meist ist der Schutz und die Wärmeentwicklung in einem Gewächshaus oder Frühbeet auch in den Frühjahrsmonaten ausreichend. Lediglich bei Minustemperaturen sollten die Pflänzchen vorübergehend ins Haus geholt werden.

Vorziehen oder Direktsaat

Vorziehen von frostempfindlichen Kulturen
Viele der frostempfindlichen Gemüsearten müssen auf Grund ihrer Kulturdauer im Haus vorgezogen werden. Eine Aussaat erst in der bei uns warmen Jahreszeit würde kaum mehr eine Ernte bringen. Dafür ist die Sommersaison bei uns zu kurz.

Bewährte Aussaatzeiten sind:

  • Auberginen, Paprika und Chili Ende Januar bis Ende Februar
  • Tomaten Mitte Februar bis Mitte März (bei schlechten Lichtverhältnissen lieber etwas später säen, wenn die Tage wieder länger werden)
  • Kürbisse und Zucchini Mitte April und Gurken Ende April (in der Regel ist dieser Zeitpunkt ausreichend, frühere Saaten werden  leicht überständig. Überalterte Pflanzen benötigen nach dem Pflanzen an den endgültigen Standort oft länger, um einzuwurzeln und zügig weiter zu wachsen.)
  • Stangenbohnen Mitte bis Ende April.

Sämlinge von Paprika

Sämlinge von Paprika

Zu beachten: Auspflanzen erst etwa Mitte Mai nach den letzten Frösten, den Eisheiligen. Dabei die Wetterprognosen im Blick behalten! Außerdem sollten die Pflanzen vorab abgehärtet werden, indem man sie zwischendurch schon nach draußen stellt. So können sich die Jungpflanzen an die Witterung, also an Sonne, Regen, Wind, kühlere Temperaturen, etc. gewöhnen. Ein Kälteschock oder Sonnenbrand nach dem Auspflanzen wird dadurch vermieden.

Vorziehen zum Schutz vor Schädlingen
Ein Vorziehen von Jungpflanzen kann auch bei Gemüsearten, die man direkt säen könnte, von Vorteil sein. Frische Keimlinge sind stärker von Schädlingen gefährdet, daher kann ein Vorziehen beispielsweise von Salat, Kohlrabi, usw. durchaus sinnvoll sein. Zudem lässt sich bei vorgezogenen Jungpflanzen der Pflanzabstand besser einschätzen. Ein Auspflanzen an den endgültigen Standort ist in der Regel im Laufe des April möglich. Bei kalter Witterung können die Jungpflanzen vorübergehend mit Gartenvlies geschützt werden.

Pikieren und Pflanzen

Vorgezogene Sämlinge pikieren
Kulturen wie Tomaten, Paprika und Salate, die vorgezogen werden, können in Aussaatschalen gesät und nach der Bildung des 2. Blattpaars in Töpfchen oder Pflanzpaletten pikiert werden. Das heißt die Sämlinge werden vereinzelt und für eine gute Entwicklung verpflanzt. Vor allem bei Tomaten bietet diese Methode den zusätzlichen Vorteil, dass bereits zu lang geschossene Pflanzen tiefer gesetzt, also zu lange Stiele bis zu den Keimblättern eingetopft werden können. Die Stiele treiben Seitenwurzeln und ein guter Stand und ein kompaktes Wachstum werden unterstützt.

In Aussaattabletts pikierte Kohlpflanzen

In Aussaattabletts pikierte Kohlpflanzen

Jungpflanzenanzucht ohne Pikieren
Auf Grund ihrer empfindlichen Wurzeln sollten Gurken, Melonen, Kürbisse und Zucchini nicht pikiert werden. Wir säen sortenabhängig einen oder mehrere Samen in einen Topf, wo die Pflänzchen bis zum Auspflanzen an den endgültigen Standort verbleiben. Mehrere Sämlinge werden dabei nicht mehr geteilt, sondern gemeinsam gesetzt. Auf diese Weise verfahren wir auch mit vorgezogenen Stangenbohnen. Gesät werden 5 bis 7 Korn in einen Topf und die Jungpflanzen werden Mitte Mai zusammen an jeweils eine Bohnenstange gesetzt.

Gurkenjungpflanzen im Topf

Gurkenjungpflanzen im Topf

Direktsaaten ohne Voranzucht
Nicht alle Gemüsearten sind zum Vorziehen geeignet. Viele Wurzelgemüse (Radieschen, Pastinaken, Karotten, …) und Gemüsekulturen für die eine hohe Anzahl an Sämlingen benötigt wird (Spinat, Gartenmelde, Erbsen, Asia-Salate für Baby-Leaf, …)  sowie viele Blumen und Kräuter sollten direkt ins Gartenbeet gesät werden.

Aussaaterde und Gemüseerde

Für die Aussaat kann nährstoffarme Aussaaterde oder Kokossubstrat und Ähnliches aus dem Gartenhandel verwendet werden. Bei einer Aussaat in solche Erden muss jedoch frühzeitig in eine reichhaltige Gemüseerde pikiert werden, damit die Sämlinge genügend Nährstoffe erhalten und sich gut entwickeln können. Für ein Vorziehen ohne Pikieren ist die nährstoffarme Aussaaterde nicht geeignet. Die Pflanzen blieben dann klein und unterentwickelt. Bei uns säen wir direkt in ausgereifte Komposterde, gewonnen aus unserem Gartenkompost. Die Aussaat gelingt darin prächtig und die Sämlinge entwickeln sich kräftig, auch wenn sie aus Zeitgründen mal länger in den Aussaatschalen verbleiben müssen. Komposterde aus Kompostieranlagen ist dagegen für die Aussaat meist nicht geeignet.