Am 19. Juni 2016 findet von 9:00 bis 17:00 Uhr das 7. Permakultur- und Netzwerktreffen statt. Veranstaltungsort ist dieses Jahr in 91555 Feuchtwangen am Landgasthof Walkmühle mit Informations- und Verkaufsständen sowie Gartenführungen und einem Vortragsprogramm im nahe gelegenen Herrieden.

Garten des Lebens ist mit dabei und informiert über Samengärtnerei, Erhaltung alter Nutzpflanzen und zu Selbstversorgung mit saisonalem Schwerpunkt Gemüse für die Herbst- und Winterernte.

Alle Infos zum Permakultur- und Netzwerktreffen auf der Website von Markus Gastl, dem diesjährigem Veranstalter:
hortus-insectorum.de/7-permakultur-und-netzwerktreffen-am-19-juni-2016 >

Alle Teilnehmenden freuen sich auf viele interessierte Besucher!

 


In der Arte Reihe “Was tun?” beschreibt die Wissenschaftlerin und Aktivistin Vandava Shiva klar und verständlich wie Politik, Saatgutkonzerne und manipuliertes, lizenziertes bzw. patentiertes Saatgut Kleinbauern in Verschuldung und mit der Konfiszierung ihres Landes in den Selbstmord treiben. Denn für diese Menschen ist ein Leben ohne ihr Land – ohne Mutter Erde – nicht denkbar.

Dabei veranschaulicht sie eindringlich, wie durch Saatgutsouveränität und biologische Landwirtschaft eine nachhaltige Zukunft für Menschen und Erde geschaffen werden kann.

 ”… Das Leben zu erhalten, das Leben der Menschheit und das Leben des Planeten als Grundlage für alles irdische Leben, das muss das höchste Ziel sein auf das wir hinarbeiten.”
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Dass unser Planet Erde ein lebendiges System ist, das wir nicht unendlich belasten und ausbeuten dürfen, erkennen immer mehr Menschen weltweit und setzen sich dafür ein.

Als zweites Land nach Equador agiert Bolivien auf Regierungsebene entsprechend. So hat Bolivien das “Gesetz von Mutter Erde“ verabschiedet, das unserem Planeten als lebendes System Rechte einräumt. Das Gesetz von Mutter Erde („Ley de Derechos de La Madre Tierra“) erklärt den Planeten als heilig und erhebt ihn zu einem lebenden System, welches das Recht darauf hat, vor Ausbeutung beschützt zu werden.

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Garten des Lebens ist umgezogen! Unsere neuen Kontakdaten sind:

Hergertswiesen 2 / Friedelhof
86495 Eurasburg (Landkreis Aichach-Friedberg)

Telefon: 08208 95 98 350

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Jetzt ist Aussaatzeit
Jetzt ist Aussaatzeit und beim Samenkauf orientieren wir uns zwar vorrangig an Eigenschaften wie Wüchsigkeit und Geschmack, ebenso spielen jedoch Optik und die Benennungen der Gemüsesorten eine Rolle. Schließlich verspricht ein Wunder, eine Königin oder ein Kaiser auch etwas ganz Besonderes.

Der Sortenname – Ausdruck des stolzen Züchters
In solchen Sortennamen drückt sich der ganze Stolz der alten Züchter aus – und dies meist zurecht. Gewinnen sie doch oft mit Geschmack, Robustheit und Optik gegenüber den neuen Einheitssorten. Allein bei den Salaten – den Frühlingsfavoriten – haben wir eine wunderschöne Auswahl, wie z. b. “Wunder der vier Jahreszeiten”, “Maikönig” und “Kaiser Selbstschluss”, um nur ein paar wenige zu nennen. Daneben verdeutlichen die Sortennamen die Eigenschaften der Salate oder leihen sich Veranschaulichungen aus dem Pflanzen- oder Tierreich. So können wir für unsere Salatvielfalt aus “Trotz- Hitz- und Dickköpfen” auswählen oder wir können “Goldforellen” und “Rehzungen” säen.

Alte Salatsorten aus regionalen Anbaugebieten
Viele der alten Sortennamen beinhalten außerdem die Region in der sie gezüchtet oder lange Zeit angebaut wurden. So verraten “Altöttinger Großkopfada”, “Wiener Maidivi”, “Laibacher Eis” oder “Mombacher Winter” nicht nur Sorteneigenschaften, sondern vor allem die Region in der sie entstanden sind. Daraus lassen sich hilfreiche Rückschlüsse für den Anbau in der eigenen Klimaregion ziehen.

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Passend zu unseren Grünkohlrezepten und zum Ausklang des Winters eine schöne Dokumentation über einen Menschen, der in Norddeutschland seit vielen Jahren alte Grünkohlsorten sucht, vermehrt und vor dem Aussterben bewahrt:

“Wie ein Schatzsucher durchkreuzt Reinhard Lüring mit dem Motorrad seine ostfriesische Heimat, um Palmen zu suchen. Die ostfriesische Palme, eine Grünkohlsorte, ist zwischen Ems und Weser legendär, aber fast ausgestorben. Selbst die staatlichen Samenbanken verfügen nicht über sortenreine Samen.”

Seite zur Sendung (NDR) mit Video >

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Ein Portrait von Reinhard Lüring und seiner Erhaltungsarbeit ist auch in dem schönen Buch “Reichtum ernten” enthalten.

Übrigens, wer Grünkohl vermehren möchte: Immer nur eine Sorte gleichzeitig am selben Standort blühen lassen. Verschiedene Sorten verkreuzen sich untereinander!

 


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Grünkohl im Schnee

Viele Gemüsesorten sind im Februar im  winterlichen Garten nicht mehr zu finden. Grünkohl und Palmkohl stehen jedoch noch frisch und schön im Gartenbeet.

Schnee und Frost vertragen die robusten Gemüsepflanzen ohne Probleme und auch die warmen Perioden, die es in diesem Winter immer wieder gab, haben nicht geschadet. Besonders hübsch ist dabei der sibirische Kohl, der sich durch ein besonders feines Aroma auszeichnet.

Die traditionelle, norddeutsche Zubereitung des Grünkohls mit Fleischbrühe und Wurst ist durchaus ein gutes und deftiges Winter- gericht für kalte Tage. Mit den folgenden Rezepten lassen sich Grünkohl und seine Verwandten jedoch auch mal leichter genießen oder zeigen sich von ihrer “scharfen Seite”. (Rezeptangaben für jeweils 2 – 3 Personen).
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Grünkohl mit getrockneten Tomaten

500 g Grünkohlblätter
1 Handvoll getrocknete Tomaten
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Weißwein
Salz und Pfeffer

Grünkohlblätter waschen, von den großen Blättern die Mittelrippe entfernen und den Grünkohl in Mundgerechte Stücke zupfen. Die getrockneten Tomaten in kleine Stücke schneiden und in etwas Wasser einweichen. Knoblauchzehen in dünne Scheinen schneiden und in Olivenöl in einem flachen Topf oder einer Pfanne mit Deckel andünsten. Bevor der Knoblauch braun wird mit einem Schuß Weißwein ablöschen und die getrockneten Tomaten samt Einweichwasser dazu geben. Kurz aufkochen lassen, dann den Grünkohl hinzu geben und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gut durchmischen und bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten sanft garen.

Schmeckt mit Salzkartoffeln und geschmolzener Butter oder zu Pasta mit geriebenem Pecorino und Chiliöl nach Geschmack.
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Sibirischer Kohl mit Pilzen

500 g Sibirischer Kohl (ersatzweise Palmkohl oder Grünkohl)
2 Zehen Knoblauch
1 scharfe Chili-Schote (wer es nicht so scharf mag, entfernt Samen und Mittelwände)
1 Stück Ingwer, etwa Daumennagel groß
Gemüsebrühe
250 Gramm Zuchtpilze (z. B. Shitaake, Austernpilze, Champignons oder Kräuterseitling)
Sonnenblumenöl
1/2 TL Kurkuma
Muskartnuss, Salz und Pfeffer

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Sibirischer Kohl

Kohlblätter waschen, von den großen Blättern ggf. die Mittelrippe entfernen und in etwa 1,5 cm lange Stücke schneiden. Knoblauchzehen, Chili und Ingwer fein hacken und in Öl mit Kurkuma in einem flachen Topf oder einer Pfanne mit Deckel andünsten. Bevor der Knoblauch braun wird, mit etwas Gemüsebrühe ablöschen. Den sibirischen Kohl dazu geben und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Bei geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten sanft garen.

In der Zwischenzeit die Pilze putzen, in Scheiben schneiden und in eine separaten Pfanne mit etwas Öl und Salz anbraten. Nach der Garzeit die Pilze zum Kohl geben.

Mit Basmatireis servieren und nach Geschmack mit Sojasauce würzen.