Bei 3sat wurde im Oktober „Das Saatgut-Kartell“ ausgestrahlt und ist in der Mediathek abrufbar. Der Film befasst sich mit modernen Züchtungen, insbesondere bei Tomaten, die den Anforderungen langer Transportwege und Vermarktungsketten entsprechen müssen.

Dabei schlägt der Film einen Bogen von Züchtungszielen wie Ertrag, Haltbarkeit und optischer Makellosigkeit im Verhältnis zu Aroma und Nährstoffgehalt über die Konzentration weniger Großkonzerne auf dem Saatgutmarkt und dem Verlust der Kulturpflanzenvielfalt bis hin zu Kinderarbeit und Ausbeutung in der Saatgutproduktion.

Ein sehenswerter Film, der verschiedenste Problematiken beleuchtet vom Samen bis zum Gemüse auf unserem Teller.

Film „Das Saatgut-Kartell“
Weltweit arbeiten Wissenschaftler daran, Obst und Gemüse für den internationalen Markt zu züchten und genetisch zu verändern. Wie gesund, natürlich und fair ist das, was wir essen?

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2 Gedanken zu „Moderne Gemüsezüchtung: Wie gesund, natürlich und fair ist das, was wir essen?“

  1. Eduard sagt:

    Vielleicht sollte man sich klar machen, dass auch eine einfache Vermehrung von Saatgut Selektion bedeutet und damit eine genetische Veränderung. Falls das nicht so wäre schwämmen wir immer noch in der Ursuppe.

    Ich finde es schade, dass das Wort „genetisch“ nicht verstanden wird und zum „Bösen“ gemacht wird.

    1. admin sagt:

      Lieber Eduard,
      Sie haben völlig recht, dass auch mit der samenfesten Vermehrung und Selektion eine genetische Veränderung einhergeht. Ansonsten wären wir niemals von der Wildpflanze zur Kulturpflanze und NUtzpflanze gelangt. Dennoch sehe ich bezüglich der F1-Hybriden-Zucht einige Problematiken, von denen einige im Film aufgezeigt werden. Und allein, dass Hybriden nicht mit ihren Eigenschaften vermehrbar sind, hat bereits vor allem viele Kleinbauern auf der Südhalbkugel in den Ruin getrieben …

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