In unseren Lebensmittelmärkten stehen uns unzählige Produkte aus aller Welt zur Auswahl. Dennoch haben Forscher nun herausgefunden, dass wir uns weniger vielseitig ernähren, als noch vor über 100 Jahren. Doch wie kann das trotz des größeren Angebots an Nahrungsmitteln sein?
Die Forscher begründen es damit, dass sich die moderne Landwirtschaft auf nur wenige Nutzpflanzen und Nutztiere konzentriert und nur ein geringer Anteil der eigentlich verfügbaren Obst- und Gemüsesorten überhaupt noch vermehrt wird und auf den Markt kommt. Dasselbe gilt für die Futtermittel für unsere Nutztiere.
Ernährungsvielfalt vor 1910:
dreimal so groSS wie bei modernen Menschen
Ein Artikel zu diesen Forschungen ist bei GEO erschienen. In der Publikation werden die Forschungsmethoden und Erkenntnisse im Detail beschrieben und können nachgelesen werden unter:
Trotz steigender Auswahl ernähren wir uns einseitiger als vor rund 100 Jahren >
Zu dieser Entwicklung passt, dass die Reform der Saatgutgesetzgebung auf EU-Ebene nach aktuellem Stand genau diese eigentlich verfügbare Vielfalt noch weiter einzuschränken droht. Interessen von Großkonzernen sind in der Gesetzesvorlage leider stärker berücksichtigt als die Anliegen von Verbrauchern, Bio-Betrieben, Bäuerinnen und Bauern sowie der samenfesten Züchtung und der Erhalter-Organisationen. Wir haben zu diesem Thema bereits mehrfach Infos und Petitionen geteilt.
Geschmack in Gefahr:
Top-Köche kritisieren EU-Saatgutgesetz
Die Verhandlungen zu der Reform der Saatgutgesetzgebung sind jetzt im Juni auf den letzten Metern. Nun haben 122 Küchenchefs und Gastronominnen aus 19 europäischen Ländern einen offenen Brief an das EU-Parlament und die Landwirtschaftsminister und Landwirtschaftsministerinnen verfasst. Sie warnen davor, dass Europa in eine Zukunft mit weniger Vielfalt, weniger Geschmack und mit einem weniger widerstandsfähigen Ernährungssystemen zu schlittern droht. Sie sagen, dass Vielfalt nicht nur für ihre Küche essenziell ist, sondern auch für ein kulturelles Erbe, Nachhaltigkeit und die Zukunft unserer Ernährung steht. Der gesamte Artikel kann nachgelesen werden unter:
Geschmack in Gefahr: Top-Köche kritisieren EU-Saatgutgesetz >

Freier Zugang zu Saatgut ist Aller Leute Recht!
Für dieses Recht kann eine weitere Petition unterschrieben werden, um die geplante Saatgut-Gesetzgebung in eine Richtung für Vielfalt und Nachhaltigkeit zu lenken. Zur Petition
Freier Zugang zu Saatgut ist Aller Leute Recht! >
Für den eigenen Anbau, kann man sich in unserem Online-Shop Garten des Lebens – Samenfestes Saatgut mit vielfältigen alten, samenfesten Sämereien und einer großen Auswahl an Samen aus professioneller Bio-Züchtung versorgen.
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