Schwarzes Winterrübchen

Schwarzes Winterrübchen

Delikates und gesundes Wintergemüse
Herbst- und Winterrübchen sind ein delikates Wintergemüse und bereichern unseren Speisezettel in der kalten Jahreszeit als gesunde Rohkost und Gemüse. Obwohl für unsere Vorfahren ein wichtiges Grundnahrungsmittel sind Speiserübchen heute weitest gehend in Vergessenheit geraten.

Die Geschichte des Rübchens
Der Rübsen oder die Rübsaat (Brassica rapa) ist eine Art aus der Familie der Kreuzblütengewächse, wird seit der Jungsteinzeit kultiviert und ist eine der ältesten Kulturpflanzen in Europa. Es gibt zahlreiche Sorten bzw. Unterarten, die als Öl-, Gemüse- oder Futterpflanzen angebaut werden. Dazu zählt auch das Herbstrübchen, das traditionell im August als Nachsaat auf Stoppelfeldern angebaut wurde. Diesem Umstand verdankt es auch den Namen Stoppelrübe. Unsere Vorfahren haben das Rübchen gleichermaßen als Nahrungsquelle für Menschen und als Tierfutter genutzt. Rübchen sind außerdem gut lagerfähig, sodass eine Versorgung über den Winter sichergestellt war.

Das Speiserübchen wurde in der Regel als Gemüse mit Schmalz und Zucker zubereitet und zu Getreide gereicht. Oder in Brühe zusammen mit Brot und, soweit vorhanden, einem Stück Fleisch. Die im Winterlager austreibenden Blätter wurden als Salat verwendet. In einigen Regionen wurde unter Milchsäuregärung Rübenkraut aus gehobelten Rübchen hergestellt, ähnlich dem Sauerkraut. Erst als die Kartoffel an Bedeutung gewann, wurde das Rübchen nach und nach verdrängt.

Alte Rübchensorten
Neben den heute im Handel erhältlichen Mairübchen und Navets, waren abhängig von der Region unterschiedliche Rübensorten verbreitet. Saatgut dieser Sorten ist bei einigen Sorten nur über private Erhalter und Erhalter-Organisationen erhältlich.

Herbstrübchen Milano: weiße plattrunde Rübe mit rosa bis violett überhauchten Schultern. Vorrangig für den Herbstanbau und gut lagerfähig. Es gibt eine Reihe ähnlicher Sorten, wie beispielsweise die Stoppelrübe Zürcher, eine Schweizer Erhaltersorte aus dem Archiv von ProSpecieRara, die wiederum vermutlich eine Selektion aus „Blanc Globe à collet violet“ darstellt.

Teltower Rübchen: eine besondere Rarität der Speiserübe. Sie ist benannt nach der brandenburgischen Stadt Teltow, in deren Umland sie traditionell angebaut worden ist.

Schwarzes Winterrübchen: Seltenes Herbst- und Winterrübchen, vermutlich eine alte Sorte von französischer Herkunft. Lang und schwarzschalig, frosthart und kann den ganzen Winter über bis ins Frühjahr geerntet werden. Gute winterliche Rohkost.

Bayerische Rübe: Ebenfalls eine alte Sorte, die beinahe ausgestorben ist und nur noch vereinzelt im Dachauer Land und bei wenigen Erhaltern angebaut und vermehrt wird. Bis ins 20. Jahrhundert hinein scheint die Bayerische Rübe über ganz Bayern verbreitet gewesen zu sein. Sie ist eine gut haltbare Speiserübe mit weißem Fleisch, nicht zerkochend und sehr würzig. Es gibt angeblich kein bayerisches Kochbuch vor 1900, das kein Gericht mit der Bayerischen Rübe enthält. 1808 äußerte sich der Landsberger Landgerichtsphysikus Winterholler in seinem Bericht: „Von Gemüsearten wird nichts gebaut außer Kopfkraut, weiße- und bayerische Rüben.“ [Quelle: Samensurium 12/2001, veröffentich bei VEN].

Tiroler Sunnaruabn: Große, gelbe Rübe mit konischer Form. Alte und seltene Rübchensorte aus den Alpen mit guter Winterhärte. Besondere Gemüserarität. Auf Grund der Wüchsigkeit und des hohen Ertrags ist zu vermuten, dass sie auch als Viehfutter verwendet wurde.

Wildschönauer Krautingerrübe: Eine weitere traditionelle Rübe aus Österreich, ist die heute noch in Tirol in der Region der Wildschönau kultiviert wird. Auch sie wurde roh, als Gemüse und als Kraut zubereitet verzehrt. In den Alpenregionen wo Obst und Gemüse in der kalten Jahreszeit Mangelware darstellte, hatte die Speiserübe eine große Bedeutung. Eine Besonderheit stellte außerdem das Schnapsbrennen, das „Krautingerbrennen“ dar, das auch heute noch praktiziert wird.

Samen von verschiedenen Speiserübchen gibt es in unserem Online-Shop >

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Sibirischer Kohl (Brassica napus var. pabularia) ist ein einfach zu kultivierender und sehr wohlschmeckender Blattkohl. Die gute Frosthärte macht ihn zu einem unkomplizierten Wintergemüse. Die gefiederten Blätter und Stiele in grün bis violett sind außerdem eine Zierde in jedem Gemüsegarten. Bei früher Aussaat und guter Nährstoffversorgung lassen sich große, imposante und ertragreiche Pflanzen kultivieren.

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Anbau:
Aussaat Mitte April bis Ende Mai, vorzugsweise in Quickpots oder kleinen Töpfchen. Die jungen Pflanzen nach 4 – 6 Wochen auf ein mit Kompost oder Mistkompost vorbereitetes Beet auspflanzen. Pflanzabstand 40 x 40 cm. Spätere Saaten können für die Ernte als Schnittkohl in Reihen gesät werden. Ein Pflanzenabstand von ca. 5 cm in der Reihe und einem Reihenabstand von 10 cm ist zu empfehlen.

Wuchsform:
Wie Grünkohl bildet auch der Sibirische Kohl keinen festen Kopf und die länglichen,  gefiederten Blätter sind locker an einem Hauptspross angeordnet.

Vermehrung:
Wie die meisten Kohlsorten blüht auch der Sibirische Kohl in zweiten Kulturjahr. Die wunderschönen gelben Blüten erscheinen im April/Mai und bis in den Sommer reifen die Samen aus. Die frühe Blüte ist eine gute Bienenweide. Für eine Vermehrung sollte ein Bestand von mindestens 20 Pflanzen zusammen abblühen. Zur Gattung Brassica napus gehören u. a. auch der Raps und die Kohlrübe. Kohlgewächse sind Fremdbefruchter und werden durch Insekten bestäubt. Daher kann es mit Vermehrungskulturen von Kohlrüben oder landwirtschaftlich angebautem Raps in der näheren Umgebung zu Verkreuzungen kommen.

Die Samen werden geerntet, wenn sich die Schoten gelb bis braun verfärben. Mit der Ernte sollte nicht zu lange gewartet werden, da die Schoten sonst aufspringen und sich das Saatgut aussamt. Trocken, dunkel und kühl gelagert sind die Samen mindestens 5 Jahre keimfähig.
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Sibirischer Kohl

Ernte und Verwendung:
Die Ernte der Blätter erfolgt laufend ab den Sommermonaten. Dabei werden von Solitär-Pflanzen immer die unteren Blätter geerntet sodass der Kohl weiterwachsen und neue Blätter bilden kann. Bei Schnittkulturen ist darauf zu achten, das Herz der Pflanzen nicht zu verletzen, damit mehrere Schnitte möglich sind.

Sibirischer Kohl ist absolut winterhart und kann über die komplette kalte Jahreszeit geerntet werden. Die Ernte erfolgt am besten an frostfreien Tagen.

Die Verwendung des Sibirischen Kohls ist ähnlich wie von Grünkohl, wobei der Sibirische Kohl keinen Frost vor der Ernte benötigt. Das Aroma ist milder und feiner als von Grünkohl. Neben der traditionellen Grünkohlzubereitung eignet sich Sibirischer Kohl besonders gut für Asia-Gerichte.

Geschichte:
In der Literatur ist wenig über den Sibirischen Kohl zu finden. Von manchen Autoren wird er auch als Russischer Wildkohl oder Russischer Grünkohl bezeichnet oder trägt die Bezeichnung „Russischer Roter“. Allerdings ist es durchaus möglich, dass es sich hierbei um Namensverwechslungen handeln könnte. Schließlich gibt es auch eine rotlaubigen Grünkohl mit selbiger Bezeichnung.

Im Saatguthandel ist der Sibirische Kohl ebenfalls eine Seltenheit. Saatgut ist am ehesten über private Liebhaber oder Saatgutarchive erhältlich. Wir haben den Sibirischen Kohl seit einigen Jahren in Kultur und er hat seinen festen Pflatz bei uns im Gemüsegarten. 2016 konnten wir zum ersten Mal Saatgut ernten und in unsere Saatgutliste aufnehmen.

 


Mangold (Beta vulgaris L. subsp. vulgaris) gehört zu den Gänsefussgewächsen (Chenopodiaceae) und ist ein vielseitiges Blattgemüse, das sich weit in den Herbst hinein ernten lässt. Mit einer kälteunempfindlichen Sorte ist sogar im Winter, vor allem im geschützten Anbau, eine Ernte der frischen Blätter möglich. Mangold „Gelber Schnitt“ gehört zu den winterharten Vertretern des Mangolds und nach der Herbst- und Winternte gibt es im Frühling einen starken Austrieb, der nochmals beerntet werden kann, bevor die Pflanzen in Blüte gehen.

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Mangold „Gelber Schnitt“

Anbau:
Allgemein sollten alle Mangold-Sorten nicht zu früh gesät werden, da niedrige Temperaturen im Frühling und Frühsommer einen Kältereiz auslösen können, der zu einer vorzeitigen Blütenbildung im ersten Kulturjahr führt. So kann Ende April bis Anfang Juni für die Sommerernte in Töpfchen vorgezogen oder im Freiland gesät werden.

An Ort und Stelle werden die Pflanzen in kleinen Gruppen oder auch einzeln bei einem Pflanzabstand von etwa 20 x 20 cm kultiviert. In humusreichem bis lehmigem Boden mit guter Wasserversorgung entwickeln sich große Pflanzen mit viel Blattmasse.

Eine zweite Saat bietet sich Mitte bis Ende August an, am besten im geschützten Anbau wie Frühbeet oder Kaltgewächshaus für die Ernte als Baby-Leaf. Über den Herbst und Winter sind witterungsabhängig mehrere Schnitte der etwa 10 cm langen jungen Blätter möglich, solange die Herzknospe der Pflanzen unverletzt bleibt.

Wuchsform:
Wie der Name schon vermuten lässt, ist „Gelber Schnitt“ ein Blatt- und Schnittmangold (gegenüber dem Stielmangold) mit guter Blattbildung und schmalen Stielen. Die robuste und schnellwüchsige Sorte zeichnet sich durch ein weiches, gelb-grünes Blatt aus.

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Saatgut Mangold „Gelber Schnitt“

Vermehrung:
Mangold ist in der Vermehrung zweijährig. Dabei ist „Gelber Schnitt“ frosthart und kann im Freiland überwintert werden. Im späten Frühling treiben dann weit verzeigt die unscheinbaren Blüten, die einen feinen vanilleähnlichen Duft verströmen.

Über den Sommer werden die Samen ausgebildet. Die Pflanzen entwickeln dabei eine stattliche Größe und sollten zusammengebunden und gestützt werden. Bei Samenreife werden die Samenstände durchgägnig braun, können aus dem Beet genommen und nachgetrocknet werden. Die Samen, die in mehreren Hülsen als Knäulchen angeordnet sind, sitzen direkt an den Stielen und werden für Samenernte und Reinigung abgestreift und im Anschluss zur Entfernung anderer Pflanzenteile ausgeblasen.

Mangold ist ein Fremdbefruchter und Windbestäuber. Daher für sortenreines Saatgut nur eine Sorte blühen lassen. Eine Verkreuzungsgefahr besteht außerdem durch alle Sorten der Roten Beete (Beta-Rübe), die mit dem Mangold eng verwandt ist. Im ersten Jahr auftretende Blütenschosser sind für die Vermehrung nicht geeignet!

Ernte und Verwendung:
Die Ernte der Blätter erfolgt laufend ab den Sommermonaten. Im Winter am besten bei sonnigem Wetter nachmittags ernten. Verwendet werden können die Blätter ähnlich wie Spinat für Gemüse und Füllungen. Große Blätter eignen sich gut für gefüllte Mangold-Rouladen. Baby-Leaf Mangold kann als „Butterspinat“ zubereitet werden und stellt außerdem eine winterliche Salatbeigabe dar. Eine feine Kombination für Gemüse ist Mangold mit Sauerampfer.

Geschichte:
Mangold und die Beta-Rübe finden in Schriften aus Babylonien und dem alten Griechenland erste Erwähnung. Bereits im 2. Jahrhundert kennt der griechische Arzt Eudemos von Pergamin vier Mangold-Formen und auch im Mittelalter ist Mangold in Kräuterbüchern beschrieben. Die Bekanntheit des Mangolds ist dabei regional sehr unterschiedlich. Mangold „Gelber Schnitt“ ist eine alte Sorte aus der Schweiz, wo Mangold und vor allem Schnittmangold eine große Tradition besitzt. Im Handel ist Mangold mit gelb-grünem Blatt heute so gut wie nicht mehr zu finden und ist nur noch über Saatgutarchive erhältlich.

 


Jedes Gartenjahr gibt es die eine oder andere Entdeckung unter den alten Gemüsesorten, die uns besonders begeistert. Dieses Jahr ist es das spitzköpfige Blaukraut (bzw. Rotkraut oder auch Rotkohl) Vysocke. Es stellt nicht nur eine besonders seltene Rarität dar, sondern mit seinem feinen Geschmack auch eine tolle Bereicherung für die Winterküche.

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Blaues Spitzkraut Vysocke

Vysocke ist eine alte Lokalsorte aus Tschechien und wohl das einzige bekannte samenfeste, blaue Spitzkraut. (Ab und an auch unter dem Sortennamen Kalibos zu finden, teils mit dem Hinweis auf den ursprünglichen tschechischen Namen.)

Es handelt sich um ein Spätkraut mit großen, violett-rot und spitz zulaufenden Köpfen mit ausladenden Umblättern. Auffallend ist der hohe und dicke Strunk, der wie Kohlrabi verwendet werden kann.

Im Anbau braucht das Kraut nicht nur ausreichend Platz und Nährstoffe, sondern auch die nötige Zeit, um seine Größe zu erreichen. Aussaat Mitte April mit Pflanzung bis Ende Mai ist empfehlenswert. Geerntet wird im Oktober, bevor es stärkere Fröste gibt.

Traditionell wurde das Kraut milchsauer vergoren, was ein sehr gutes, pinkfarbenes Sauerkraut ergeben soll. In der Winterküche zeichnet es sich als feine und gut bekömmliche Winterrohkost aus. Zusammen mit anderen Wintergemüsen wie Chinakohl und Rapunzel oder auch in Kombination mit Speck und Mandeln lassen sich hervorragende Wintersalate zubereiten. Blanchiert oder gedünstet sind die zarten Blätter schnell gar und sollten nicht zu lange gekocht werden, damit sie Farbe und Aroma behalten..ür gekoch

Blauer Spitzkrautsalat mit Speck und Mandeln

1/2 bis 1 Kopf blaues Spitzkraut, je nach Größe
80 Gramm durchwachsenen, geräucherten Speck
2 EL Mandelstifte
Salz und Pfeffer
Olivenöl und milder Essig
1 Spritzer Zitronensaft
1 EL Zwiebelgrün, z. B. Winterheckenzwiebel in Ringe geschnitten

Vom Kraut die Umblätter entfernen, den Kopf vierteln und den Strunk heraus schneiden. Die Viertel quer in feine Streifen schneiden. Mit etwas Salz vermischen und mit der Hand vorsichtig durchkneten. Danach ca. 15 Min. stehen lassen. In der Zwischenzeit den Speck in kleine Streifen schneiden und ohne Fett in einer Pfanne kross anrösten. Überschüssiges Fett mit einem Küchentuch entfernen. Kurz abkühlen lassen und dann zu den Krautstreifen geben. In derselben Pfanne die Mandeln anrösten, ohne sie dunkel werden zu lassen und dann ebenfalls zum Kraut geben. Salat mit Essig, Öl und Zitronensaft anmachen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Vor dem Servieren etwa 10 Min. ziehen lassen, mehrmals mischen und gegebenen falls nochmal nachwürzen. Mit Zwiebelgrün bestreuen.

Saatgut und Sortenbeschreibung
Wir hatten die Sorte Vysocke dieses Jahr zum ersten mal im Anbau und sie wird sicherlich einen festen Platz in unserem Gartensortiment bekommen. Saatgut ist erhältlich über mehrere Anbieter aus dem Arche Noah Erhalternetzwerk. Dabei können wir aus eigenen Erfahrungen Roman Huber mit seiner Partnerin Anna-Maria Frey empfehlen, die auf züchterischem Niveau auf ihrem Hof in Niederbayern vermehren. Eine Sortenbeschreibung ist außerdem im „Lexikon der alten Gemüsesorten“ enthalten.

 


Der Spätsommer und Herbst füllen den Erntekorb wieder mit bewährten und neu erprobten Schönheiten, mit Geschmackserlebnissen von fruchtig-süss bis aromaisch-scharf und mit der einen oder anderen Gemüserarität, die durchaus als kurios bezeichnet werden darf.
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Buschtomate Fuzzy Wuzzy

Tomaten-Schönheiten
Unter den neuen Schönheiten sind einige Tomaten, wie die Buschtomate Fuzzy Wuzzy, die mit ihren rot-gelb gestreifen Früchten und silbrig-flauschigem Laub ganz besonders hübsch aussieht.

Wieder im Testanbau sind auch ein paar violett-farbige Tomatensorten. Eine besondere Rarität unter den Neuerwerbungen ist dabei Orange-Fleshed Purple Smudge, eine dottergelbe und mittelgroße Fleischtomate mit violett überhauchten Schultern und mild-obstigem Geschmack. Leider scheint sie recht empfindlich zu sein – ob sich das bestätigt, wird sich in weiteren Anbaujahren zeigen. Außerdem reift sie, wie einige andere der violetten Typen, erst relativ spät.
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Von violett nach rot – Paprika Macho

Neue bunte Paprika- und Chilisorten
Auch Paprika und Chili leuchten in den schönsten Farben. Dieses Jahr haben wir zwei neue Sorten, die von grün über violett nach rot abreifen, eine davon die kleinfrüchtige und scharfe Tri Fetti mit weiß-grün-violett panaschiertem Laub. Und die süße Spitzpaprika Macho.

Außerdem Santa Fe Grande eine Chili vom Jalapena-Typ, dickwandig mit wunderbar süß-fruchtigem Geschmack und deutlicher, aber aromatischer Schärfe.

Alle zusammen schön, geschmackvoll und wüchsig – das Ausprobieren neuer Sorten hat sich durchaus gelohnt!
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Litchi-Tomate Gigante

Zum Staunen und Bewundern
Nicht nur für unsere Nachmittage der Gemüseraritäten gibt es jedes Jahr ein paar Besonderheiten.

Die stachelbewehrte Litchi-Tomate bauen wir regelmäßig an, einfach weil sie uns so gut gefällt. Dieses Jahr brachten die Cocktailtomatengroßen und mild-fruchtig schmeckenden Früchte einen durchaus erwähnenswerten Ertrag. Geerntet werden kann allerdings nur mit Handschuhen. Sogar die Blätter sind mit aufrecht stehenden Stacheln besetzt.

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Reisetomate

Zu den Tomaten hat sich dieses Jahr außerdem die Reisetomate gesellt, die wirklich ein Kuriosum aus „Tomatenzehen“ darstellt. Geschmacklich nicht wirklich überragend, aber ein Kennenlernen allemal wert.