Bei Schnee und Kälte sind wärmende Suppen ein besonderer Genuss. Aus Norditalien stammen zwei einfache Rezepte für eine Bohnensuppe und eine Wirsingsuppe, die auf demselben Grundprinzip beruhen: Gemüse, Brühe, geröstetes Brot, Parmesan sowie Knoblauch und Gewürze. Bei der Einfachheit der Gerichte ist die Qualität der Zutaten besonders wichtig. Bio-Gemüse bietet hier vor allem beim Wirsing einen deutlichen geschmacklichen Vorteil und auf Dosenware für die Bohnen sollte verzichtet werden (Achtung: getrocknete Bohnenkerne müssen vor der Zubereitung eingeweicht werden). Die Rezepte sind für ca. 4 Portionen.

LOMBARDISCHE BOHNENSUPPE
250 g getrocknete helle Bohnenkerne
6 frische Salbeiblätter
1 Liter Gemüsebrühe (am besten selbst gemacht)
2 Zehen Knoblauch
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
8 – 12 Scheiben Weißbrot (z. b. Ciabatta)
Olivenöl
frisch geriebener Parmesan

Bohnenkerne über Nacht in Wasser einweichen. Das Wasser abgießen und in einem Topf die Bohnenkerne mit dem Salbei und einer Knoblauchzehe in ungesalzenem Wasser kochen. Die Bohnenkerne müssen gut mit Wasser bedeckt sein. Wenn die Bohnenkerne bissfest gekocht sind, mit der Brühe aufgießen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer abschmecken. Parallel die Weißbrotscheiben im Backofen knusprig rösten.

Die Brotscheiben mit Knoblauch einreiben und mit Olivenöl beträufeln. Portionsweise in vorgewärmte Teller legen und mit der Bohnensuppe übergießen. Dick mit Parmesan bestreuen und sofort servieren.

WIRSINGSUPPE AUS DEM PIEMONT
1 mittlerer Wirsingkohl
Butter
2 Knoblauchzehen
150 g durchwachsener Speck
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss
1,2 L Gemüse- oder Fleischbrühe (am besten selbst gemacht)
8 – 12 Scheiben Weißbrot (z. b. Ciabatta)
Olivenöl
frisch geriebener Parmesan

Vom Wirsing die äußeren Blätter entfernen, den Kopf vierteln, die Mittelrippe herausschneiden und in Streifen schneiden. Waschen und abtropfen lassen. Knoblauch hacken und den Speck würfeln. Beides in Butter anschwitzen, Wirsing zugeben und andünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Mit der Brühe aufgießen und ca. 20 Minuten bei kleiner Hitze kochen bis der Wirsing gar ist. Parallel die Weißbrotscheiben im Backofen knusprig rösten.

Die Brotscheiben mit Knoblauch einreiben und mit Olivenöl beträufeln. Portionsweise in vorgewärmte Teller legen und mit der Suppe übergießen. Dick mit Parmesan bestreuen und sofort servieren.

Guten Appetit!


art_kohl-gruenkohlVon winterlich konnte dieses Weihnachten nicht die Rede sein. Strahlender Sonnenschein bei +15 Grad und voller Föhnlage hier im Voralpenland.

Um so schöner ist der Aufenthalt im Garten, wo nicht nur das alljährliche Wintergemüse noch steht sondern die Wildkräuter schon wieder begonnen haben auszutreiben und für eine erfreuliche Ernte sorgen.

In den meisten Gärten wird spätestens ab Ende Oktober der Gemüsegarten systematisch auf- und abgeräumt. In unserem Selbstversorgergarten versuchen wir möglichst viele winterfeste Kulturen anzubauen, die uns eine Ernte über den Winter ermöglichen. An frostfreien Tagen kann geerntet werden und das Gemüse ist meist frischer und saftiger als aus dem Winterlager. Die frostempfindlicheren Sorten wie Sellerie und rote Bete wurden zwar bei den ersten tieferen Temperaturen Ende Oktober eingelagert, der Garten beherbergt jedoch noch noch eine Reihe an Gemüsen, die entweder den ganzen Winter draußen bleiben oder erst vor starken Frösten eingelagert werden.

art_kohl-january-kingDie Winterkönige sind dabei eindeutig die verschiedenen Kohlsorten, die auch tiefen Frösten bestens trotzen. Allen voran der Grünkohl, genauso jedoch Rosenkohl und zwei Sorten die dieses Jahr zum ersten Mal bei uns kultiviert wurden: Winterwirsing January King und Palmkohl Negro Romano. Beide geschmacklich eine Sensation und absolut winterhart.

Daneben gibt es im Freiland noch bunte Möhren, Pastinaken, Winterlauch, Feldsalat und schwarze Winterrübchen. Im Kaltgewächshaus stehen Winterkrachsalat, Winterportulak und gemischte Asia-Greens. Nur die Weihnachtsradischen haben es dieses Jahr nicht mehr so recht geschafft…

Im Januar werden wir noch ein paar Rezepte zu den besten Wintergemüsen einstellen. Bis dahin allen eine fröhliche Weihnachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr!


Für das Rübchen-Carpaccio eignen sich alle Mai-, Herbst- und Winterrübchen. Die Rübchen werden geschält und dünn gehobelt. Salzen und kurz ziehen lassen, die Rübchen „weinen“ etwas, ähnlich wie Rettich. Die Scheiben auf einem Teller anrichten und mit Limettensaft und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen. Parmesan darüber hobeln und als Vorspeise oder Beilage mit geröstetem Brot mit Olivenöl genießen.

Herbstrübchen Primera

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