Der Ahornhof liegt bei St. Englmar im Bayerischen Wald auf ca. 1000 m Höhe. Vom 2. – 4. Mai 2013 veranstalten wir dort ein Permakultur Praxisseminar mit folgenden Inhalten:

  • Grundlagen der Permakultur
  • Planung und Aufbau Hügelbeete
  • Bohnen-Tippi bauen
  • Gemüseanbau für die Selbstversorgung
  • Planungsarbeit und Ideen zur Gestaltung eines Klimagartens
  • Pilzzucht auf Holz

 

Die Wertschätzungsgebühr beträgt pro Person Euro 160,00 für 3 Tage (ca. 20-22 Stunden).
Ehepaare und “eheähnliche Paare“ können am Seminar gemeinsam zu Euro 210,00 teilnehmen.

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Ahornhof mit Ahornstüberl

Kaffee, Tee und Wasser aus eigener Quelle stehen jedem Teilnehmer frei zur Verfügung.

Wer sich nicht selber verpflegen will, der kann seinen Hunger im Ahornstüberl, der zum Hof gehörenden Gaststätte, stillen. Ein kleiner Blick in die Speisekarte unter www.ahornstueberl.de

 

 

Der Ahornhof bietet auch verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten an.
Anfragen unter:

Tel: +49 (0) 99 65 – 80 10 214
Mobil: +49 (0) 1 51 – 16 58 18 53
Mail: boehmmarcus@t-online.de

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Übernachtung im Tippi

Das Seminar findet bei jedem Wetter statt. Bitte entsprechend festes Schuhwerk, Regen- bzw. Sonnenschutz mit nehmen.

Anmeldung: seminare@garten-des-lebens.de

Weitere Informationen:
Permakulturprojekt Ahornhof >

 

 

 


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Saatgutgewinnung bei Gurken

Im eigenen Garten Saatgut selbst gewinnen – am besten aus seinen Lieblingssorten – ist ein besonderes gärtnerisches Anliegen. Wer Gemüse für eigenes Saatgut anbauen möchte, muss jedoch ein paar Grundlagen wissen, die für eine erfolgreiche Samenernte  zu berücksichtigen sind.

Dies betrifft z. B. die Bestäubungsbiologie und die Zugehörigkeit zu Pflanzenfamilien um Verkreuzungen zu vermeiden, die notwendige Anzahl von Pflanzen für die Vermehrung, die Kulturdauer für das Bilden und Ausreifen der Samen sowie eine Selektion der besten Pflanzen. Saatgutreinigung, Trocknung und Lagerung müssen ebenfalls beachtet werden, um in den darauffolgenden Anbaujahren über keimfähiges Saatgut zu verfügen.

Grundsätzlich eignen sich nur samenfeste Sorten für die Saatgutvermehrung.

Vorteile der Saatgutvermehrung für den Eigenbedarf

  • Saatgut muss nicht regelmäßig neu gekauft werden
  • Bei den meisten Kulturen erntet man so viel Saatgut, dass man teilen und tauschen kann
  • Vermehrt man eine Sorte über einen längeren Zeitraum erhält man eine an den Standort angepasste Sorte
  • Die Vermehrung alter Sorten unterstützt die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt


Kursangebote und Bücher

Um Enttäuschungen bei der Vermehrung zu vermeiden, macht es Sinn einen Kurs zu besuchen und sich mit einschlägiger Literatur zu befassen.

In Süddeutschland veranstalten wir (Garten des Lebens) einen Saatgutkurs in Form von drei Tagesseminaren “Samengärtnerei für den Hausgarten” mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunktthemen.

Saatgutlehrgang – Samengärtnerei für den Hausgarten (Tagesseminare)
Details und Anmeldung >

Weitere Kursangebote gibt es über Arche Noah in Niederöstereich sowie über den VEN in Norddeutschland.

Ein sehr empfehlenswertes Buch ist das Handbuch der Samengärtnerei von Andrea Heistinger, das mit dem Buchpreis der Deutschen Gartenbaugesellschaft ausgezeichnet wurde. Wer keinen Kurs besuchen kann, findet hier die wichtigsten Informationen und Kulturanleitungen.

buchtipp-handbuch-samengaerHandbuch Samengärtnerei
Sorten erhalten – Vielfalt vermehren – Gemüse genießen

“Das Praxisbuch zur biologischen Saatgut- gewinnung. Vom eigenen Gemüse Samen ernten: Wie lange dauert das? Was wird benötigt? Wie kann man die eigenen Lieblingssorten weitervermehren? Was kann man zur Erhaltung der Sortenvielfalt beitragen? Das Buch bietet klare und praktikable Anleitungen für Einsteiger und auch für Erfahrene, von engagierten Fachleuten zusammengestellt.”

Bestellung und weitere Informationen (www.amazon.de) >

Einfache Sorten für den Einstieg
Wer beginnen möchte Saatgut zu vermehren, kann mit einfachen Sorten einsteigen und erste Erfahrungen sammeln. Dazu gehören einige Selbstbefruchter, bei denen keine (bzw. nur eine sehr geringe) Verkreuzungsgefahr besteht wie bspw. Gartenbohnen und Tomaten. Gartenbohnen werden dabei wie für die Ernte von Trockenbohnen kultiviert. Etwa 10 – 15 Pflanzen einer Sorte sind für die Vermehrung ausreichend. Bei Tomaten reichen auch weniger Pflanzen und man kann von den reifen Speisetomaten vor dem Verzehr die Samen entnehmen. Die Samen ein bis zwei Tage zimmerwarm stehen lassen um die keimhemmende Schicht abzubauen, dann in einem Teesieb spülen und abwaschen, danach schnell trocknen.

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Radieschen mit Blüte und Samenansatz

Bei Gemüse, das von Wind oder Insekten bestäubt wird, muss darauf geachtet werden, dass man nur eine Sorte abblühen lässt um Verkreuzungen zu vermeiden.

Viele Fremdbefruchter benötigen außerdem eine größere Anzahl von Pflanzen für die Vermehrung, sodass der Platzbedarf beachtet werden muss. Für den Einstieg eignen sich z. B. Gartenrauke oder Radieschen. Beide können ab dem Frühling einjährig kultiviert werden und auch für die benötigten 30 – 50 Samenträger findet sich im Hausgarten Platz. Dabei die schönsten und am spätesten schossenden Exemplare für die Vermehrung auswählen und blühen lassen. Werden die Samenrispen bräunlich und trocken am besten die ganze Pflanze aus dem Boden nehmen und z. B. in einem Gartenvlies oder altem Kissenbezug an einem trockenen Ort nachtrocknen lassen. Die Samen fallen dann oft schon von selbst aus. Ansonsten vorsichtig ausdreschen.

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Bei unseren Gemüseportraits mit Kulturanleitungen beschreiben wir auch die wichtigsten Kriterien, die für die Saatgutvermehrung zu beachten ist sind. Saisonal veröffentlichen wir verschiedene Gemüsesorten mit Kulturanleitung. Zum Aufrufen der entsprechenden Artikel kann man über den Tag “Kulturanleitungen” navigieren oder folgenden Link aufrufen: http://www.garten-des-lebens.de/tag/kulturanleitung/.

 


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Wir freuen uns ein neues Kursangebot in Zusammenarbeit mit dem Mienbacher Waldgarten vorstellen zu dürfen: Obst und Gemüse im Hausgarten selbst kultivieren und vermehren.

Wann: 27. und 28. Juli 2013, jeweils Von 10.00 – 18.00 Uhr und 9.00 – 13.00 Uhr

In diesem 2-Tages-Praxisseminar lernen Sie alles über Gemüse, alte und neue Sorten, Samenernte, Humusaufbau, Warm- und Kaltkompostierung, Mulchwirtschaft, Mischkulturen, Intensiv- und Extensivwirtschaft … Dazu die Beeren, Wildbeeren und Obstarten, die eine dauerhafte Ernährungsquelle versprechen und wie man selbst vermehrt.

Weitere Informationen und Anmeldung unter Mienbacher Waldgarten.logo_mienbacher-waldgarten

Permakultureller Waldgarten
Der Mienbacher Waldgarten ist ein permakultureller Waldgarten. “Dies beinhaltet eine nachhaltige Landwirtschaft, ein Wirtschaften mit der Natur… Es geht um Artenvielfalt, um Symbiosen. Ein Waldgarten ist nicht nur ein Wald, nicht nur eine Streuobstwiese, nein, ein Waldgarten bietet Essen, Schutz, Rückzug, Erholung und ein Auskommen… Ganz klar in einem Wort ausgedrückt: Ein Paradies!…”