Am 19. Juni 2016 findet von 9:00 bis 17:00 Uhr das 7. Permakultur- und Netzwerktreffen statt. Veranstaltungsort ist dieses Jahr in 91555 Feuchtwangen am Landgasthof Walkmühle mit Informations- und Verkaufsständen sowie Gartenführungen und einem Vortragsprogramm im nahe gelegenen Herrieden.

Garten des Lebens ist mit dabei und informiert über Samengärtnerei, Erhaltung alter Nutzpflanzen und zu Selbstversorgung mit saisonalem Schwerpunkt Gemüse für die Herbst- und Winterernte.

Alle Infos zum Permakultur- und Netzwerktreffen auf der Website von Markus Gastl, dem diesjährigem Veranstalter:
hortus-insectorum.de/7-permakultur-und-netzwerktreffen-am-19-juni-2016 >

Alle Teilnehmenden freuen sich auf viele interessierte Besucher!

 


Kompost ist eine wichtige Grundversorgung und Nahrung für den Erdboden in landwirtschaftlichen Betrieben, Gärtnereien und in vielen privaten Gartenanlagen.

Rottegut wird kompostiert in Kompostmieten, in offenen Kompostsilos aus Holz oder Metall, im geschlossenen runden Thermokomposter oder einfach nur als aufgeschichteter Komposthaufen.

art_kompost

Als erstes kommt der Kompost …

Was wird als Rottegut für den Kompost verwendet?
Im privaten Bereich sind das meistens Gemüse- und Gartenabfälle, Kaffee- und Teesatz inkl. Filter, gehäckseltes Klein- material von Sträuchern und Bäumen, sowie Grasschnitt und trockenes Laub.

Das Laub von Nuss-, Buchen-, Pappel- und Eichenlaub verzögert den Verrottungsprozess wegen hoher Gerbsäureanteile und ist zur Kompostierung daher schlecht geeignet. Das Laub von Obstbäumen, Linde, Ahorn, Esche und Hainbuche ist dagegen gut geeignet für den Komposthaufen. Vorsicht ist geboten bei zu viel Grasschnitt und feuchtem Laub. Der Komposthaufen verdichtet und es entstehen Fäulnis und Schimmelpilze, sowie unerwünschte Mikroorganismen und Bakterien die den Stickstoff abbauen.

Urgesteinsmehle ergänzen das Rottegut mit Mineralien und Spurenelementen und können bis zu einem gewissen Grad auch unangenehme Gerüche binden, aber nicht beseitigen. Auch Kräuter sind zur Kompostierung bestens geeignet; sie verbessern jeden Kompost.

Das Rottegut sollte zur Kompostierung 10 % Erde und 10 % reifen Kompost enthalten.

art_kompost_zucchini

Kompost als hochwertiger Dünger

Es kann auch Mist zur Kompostierung eingebracht werden, jedoch nur von Pflanzen fressenden Tieren. Je nach Stickstoffbedarf sollte der Anteil von Mist am gesamten Rottegut nicht höher als
20 bis 30 % sein. Auch für Hausgärten sind diese Werte ausreichend. Je höher der Anteil von Mist, desto höher ist der Stickstoff (N) im späteren ausgereiften Kompost. Bei einem zu hohen N-Anteil im Kompost besteht die Gefahr, dass reaktive N-Verbindungen (Ammoniak, Lachgas, Nitrat) in die Umwelt emittiert werden. Viele intensiv landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzte Böden enthalten bereits mehr an Stickstoff, als durch die Ernten entzogen werden kann.

Aufsetzen und Pflege des Komposthaufens
Das Aufsetzen der Miete und auch von anderen Komposthaufen geschieht sinnvollerweise im Sandwichstil, d.h. das komplette Rottegut wird zwischengelagert und dann in einem Arbeitsschritt aufgebaut. Das setzt natürlich voraus, dass entsprechende Zwischenlagermöglichkeiten vorhanden sind. Als unterste Schicht von ca. 10 – 15 cm wird grobes Material verwendet, z.B. gehäckseltes Kleinmaterial, damit die Luftzufuhr gewährleistet ist und ein Feuchtigkeitsstau verhindert werden kann. In der Landwirtschaft und Gärtnereien werden meistens Kompostmieten aufgesetzt und im privaten Bereich der vielen Hobbygärtner unterschiedliche Kompostkästen oder aufgeschichtete Komposthaufen verwendet. Kompostmieten werden nach dem Aufsetzen für den Rotteprozess mit Kompostvlies abgedeckt.

Jeder Komposthaufen, egal welcher Art, benötigt den Kontakt zum Erdboden –  Kompostieren auf offenem Erdboden. Dies ist wichtig für den Austausch der Kompostwürmer und Bodenorganismen. Bei Kompostmieten ist ein guter Untergrund als sog. “Kompostplatte“ sinnvoll und nützlich. Als “Kompostplatte“ eignet sich die Verwendung von Rasengittersteinen die auf eine 30 cm aufgebaute Drainage mit Grobkies verlegt werden. Die Rasengittersteine werden mit Rundkiesel aufgefüllt. Sicker- und Regenwasser kann dadurch vollständig abgeführt werden.

So – jetzt geht es an das Umsetzen des Rottegutes, das in Fachkreisen und auch im privaten Bereich unterschiedlich gehandhabt wird. Das Rottegut sollte Zeit und Ruhe erhalten, damit eine Durchreifung des Kompostes oder Düngers stattfinden kann. Zur Reifung des Kompostes ist die Anwesenheit von Bodenlebewesen notwendig, die eine gewisse Ruhe im Komposthaufen benötigen. Bei intensiver Umsetzung des Komposthaufens erreichen wir nur ein schnelles Umsetzen der organischen Substanz, jedoch keine innere Durchreifung; außerdem werden die Bodenlebewesen in ihrer Arbeit gestört. Wichtig ist uns doch, dass wir einen schönen wohlriechenden Kompost erhalten und dazu arbeiten für uns die Bodenlebewesen, wenn sie die entsprechende Zeit und Ruhe erhalten. Ein reifer, guter Kompost sollte nach Walderde riechen.

Nach unserer Erfahrung haben wir immer die beste Komposterde erhalten, wenn in der Zeit von 6 – 8 Monaten der Komposthaufen einmal umgesetzt wurde. Wir gewinnen unsere Komposterde bei einmaliger Umsetzung über Kompostsilos aus Holz, die mit Grasschnitt oder Mist und über Kompostmieten, die mit Vlies abgedeckt sind.

Das sind unsere Erfahrungen, die jedoch nicht bindend sind. Es gibt viele Meinungen und keine generelle Antwort zur Kompostierung. Jeder verfolgt andere Ziele und wählt andere Maßnahmen. Wichtig ist uns, den Humusgehalt der Böden aufzubauen und die für das Rottegut anfallenden Rohstoffe durch eine gezielte Veredelung zu einem hochwertigen Dünger reifen zu lassen.

Basierend auf den Kreislauf-Prinzipien der Permakultur ist das Kompostieren eine adäquate Rückführung von Rohstoffen aus der Natur und ermöglicht dadurch einen gesunden Aufbau von fruchtbaren Böden.

 


Gestern fand zum 5. Mal das Permakulturnetzwerktreffen Bayern statt, diesmal unter der Organisation von Garten des Lebens.

dorf-scheune

Feldscheune im Dorf für Kinder und Tiere

Veranstaltungsort war das Dorf für Kinder und Tiere auf dem Gelände der Herrmannsdorfer Landwerkstätten. Mehr als 30 Permakulturinteressierte aus Bayern und sogar einige Gäste von Norddeutschland und Österreich (Bernhard Gruber Perma-Norikum) durften wir begrüßen.

Auf dem Programm standen eine Führung durch die Herrmannsdorfer Landwerkstätten einschließlich der Symbiotischen Landwirtschaft, die unter Mitwirkung von Sepp Holzer nach Permakulturprinzipien aufgebaut wurde. Davor gab es noch eine kurze Vorstellung des Dorf für Kinder und Tiere e. V., das mittlerweile auch für uns ein Herzens-Projekt geworden ist. An dieser Stelle herzlichsten Dank an Claudia Weißer, der Geschäftsführerin des Vereins und an die Herrmannsdorfer, die uns das Gelände für das Treffen zur Verfügung gestellt haben.

Nach einem ausgiebigen Mittagsimbiss von Mitgebrachtem und einer Verköstigung mit frisch gebackenem Brot, Suppe, Salaten, Aufstrichen und Flammkuchen gab es eine schöne Vorstellungsrunde, die die Vielfältigkeit ökologisch orientierter Menschen und ihrer Gärten und Projekte zeigte.

garten-juli2014

Der Garten vor dem Regen

Danach ging es zu uns zu einer Gartenführung, die leider durch Gewitter und Starkregen unterbrochen wurde. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abruch und unsere Küche wurde vorübergehend zum Stehcafe.

Der geplante Ausklang an der Feuerschale konnte für die meisten Besucher nicht mehr stattfinden, dennoch freuen wir uns über ein schönes Treffen und all die Menschen die wir kennenlernen durften.

Auch im nächsten Jahr soll es wieder ein Permakulturnetzwerktreffen geben, Voranmeldungen sind möglich bei Hanne Zech, Mitbegründerin des Permakulturnetzwerks.

 


Das Permakulturnetzwerk Bayern veranstaltet jährlich ein Treffen für alle Permakulturfreunde und Interessierte aus dem bayerischen Raum. Wir freuen uns in diesem Jahr das Treffen bei uns im “Garten des Lebens” abhalten zu dürfen.

Permakulturnetzwerk Bayern – Treffen 2014
Termin: 2. August 2014, ab 10:00 Uhr
Ort: 85625 Baiern/Antholing

pk-treffen-header

Wir freuen uns auf Eure zahlreiche Teilnahme, auf lockeres Kennenlernen und interessante Gespräche sowie einen gemeinsamen Imbiss mit von allen mitgebrachten Speisen.

Neben einem Rahmenprogramm mit Infos zum Permakulturnetzwerk Bayern, Büchertisch, Angeboten zu samenfestem Saatgut mit Saatgut-Tausch, der Vorstellung des Permakultur-Bildungsprojekts “Freie Lernmaterialen“ und Gästen mit Produkten aus der Region ist eine Teilnahme an Führungen in den nahe gelegenen Herrmannsdorfer Landwerkstätten möglich.

Weitere Informationen und Detailprogramm:
Permakulturnetzwerk Bayern >

Anmeldung zum Netzwerktreffen und ggf. einer Führung in Herrmannsdorf:
kontakt@garten-des-lebens.de

pk-treffen-schweinchenDie Herrmannsdorfer Landwerkstätten
Die Herrmannsdorfer Landwerkstätten wurden 1986 von Karl Ludwig Schweisfurt gegründet und stellen eine zukunftsweisende Synthese von landwirtschaftlicher Erzeugung, Lebensmittelverarbeitung und Lebensmittelvermarktung dar.

Die Führung beinhaltet eine kurze Einführung über Entstehung und derzeitigen Stand des ökologischen Unternehmens, einen Rundgang durch die Werkstätten (Bäckerei, Brauerei, Metzgerei und Käserei), Erklärungen zur ökologischen Lebensmittelverarbeitung und Energie-und Abfallwirtschaft.

pk-treffen-mahnmalDie Besichtigung der Landwirtschaft mit artgerechter Schweinehaltung, der Hühnerzucht mit Zweinutzungshühnern und der Gärtnerei lässt gleichzeitig die Herrmannsdorfer Kunstwerke erleben. Zum Abschluß werden im Hofmarkt Kostproben der Lebensmittel angeboten.

Die Gebühr für eine Führung beträgt Euro 6,00 / pro Person.

 


Am 26. und 27. April 2014 veranstalten wir ein 2-Tage-Praxisseminar “Planung für eine Permakultur-Landschaft” am Ahornhof im Bayerischen Wald. Der Hof mit 5,18 ha Fläche liegt auf ca. 1000 m Höhe und soll komplett auf Permakultur umgestellt werden.

Das Planungsseminar befasst sich u. a. mit den Grundlagen der Permakultur, der Umstellung von bisher konventionelle genutzen Flächen, dem sinnvollen Einsatz von Permakultur-Elementen, Nutzpflanzenvielfalt in der Permakultur und Gemüseanbau zur Selbstversorgung.

Neben einer Begehung und Besprechung des Geländes werden zu verschiedenen Aufgabenstellungen in Gruppenarbeit Ideen entwickelt und Umsetzungskonzepte erstellt.

Weitere Informationen und Anmeldung >
Programmdetails (PDF) >