Im Frühsommer verwöhnt uns der Garten mit feinen Gemüsen wie Erbsen, Kohlrabi und Spitzkraut. Ebenso beginnt die Beerenzeit und wir können Erd- und Himberen naschen oder sie in süße Köstlichkeiten verwandeln. Folgend dazu zwei unserer Lieblingsrezepte:

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Knackerbsensalat mit Feta

300 g Knackerbsen (auch Zuckerbrecherbsen genannt, die Hülse kann mitgegessen werden)
1/2 Bund Petersilie
1 EL Olivenöl
1 EL weißer Balsamico
1 TL scharfer Senf
1 EL Wasser
Salz und Pfeffer
100 g Feta

Die Knackerbsen entfäden und halbieren. Im Dampfeinsatz ca. 10 Minuten bissfest garen. In der Zwischenzeit die Petersilie fein hacken und aus den anderen Zutaten eine Vinaigrette rühren. Die warmen Erbsen in die Vinaigrette geben, die Petersilie hinzufügen und gut durchmischen. Etwa 10 Minuten ziehen lassen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Feta in kleine Würfel schneiden und ebenfalls unter den Salat mischen. Lauwarm servieren.

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Versunkener Beerenkuchen mit weisser Schokolade

4 Eier, zimmerwarm
200 g Zucker
250 g flüssige Butter
180 g Mehl
1 TL Backpulver
125 g weiße Kuvertüre
500 g Erdbeeren und Himbeeren
Puderzucker

Butter bei niedriger Temperatur schmelzen, dann beiseite stellen. Himbeeren verlesen. Erdbeeren in einem Sieb abbrausen, abtropfen lassen, vierteln und mit einem EL Zucker vermischen. Kuvertüre hacken.
Eier (ganz) mit dem Zucker schaumig schlagen, bis eine cremige Masse entsteht. Die flüssige, nicht mehr heiße Butter dazugeben und unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls unterheben. Den Teig in eine gefettete bzw. mit Backpapier ausgelegte Springform geben und zuerst die gehackte Kuvertüre und danach die Beeren gleichmäßig darauf verteilen. Im vorgeheiztem Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ca. 40 Minuten backen. Nadelprobe machen und wenn der Teig noch klebt bei 150 Grad noch 5 bis 10 Minuten weiterbacken. Abkühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Für das Rezept eignen sich auch andere Beeren, wie schwarze Johannis- oder Stachelbeeren, sehr gut.

 


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Grünkohl im Schnee

Viele Gemüsesorten sind im Februar im  winterlichen Garten nicht mehr zu finden. Grünkohl und Palmkohl stehen jedoch noch frisch und schön im Gartenbeet.

Schnee und Frost vertragen die robusten Gemüsepflanzen ohne Probleme und auch die warmen Perioden, die es in diesem Winter immer wieder gab, haben nicht geschadet. Besonders hübsch ist dabei der sibirische Kohl, der sich durch ein besonders feines Aroma auszeichnet.

Die traditionelle, norddeutsche Zubereitung des Grünkohls mit Fleischbrühe und Wurst ist durchaus ein gutes und deftiges Winter- gericht für kalte Tage. Mit den folgenden Rezepten lassen sich Grünkohl und seine Verwandten jedoch auch mal leichter genießen oder zeigen sich von ihrer “scharfen Seite”. (Rezeptangaben für jeweils 2 – 3 Personen).
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Grünkohl mit getrockneten Tomaten

500 g Grünkohlblätter
1 Handvoll getrocknete Tomaten
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Weißwein
Salz und Pfeffer

Grünkohlblätter waschen, von den großen Blättern die Mittelrippe entfernen und den Grünkohl in Mundgerechte Stücke zupfen. Die getrockneten Tomaten in kleine Stücke schneiden und in etwas Wasser einweichen. Knoblauchzehen in dünne Scheinen schneiden und in Olivenöl in einem flachen Topf oder einer Pfanne mit Deckel andünsten. Bevor der Knoblauch braun wird mit einem Schuß Weißwein ablöschen und die getrockneten Tomaten samt Einweichwasser dazu geben. Kurz aufkochen lassen, dann den Grünkohl hinzu geben und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gut durchmischen und bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten sanft garen.

Schmeckt mit Salzkartoffeln und geschmolzener Butter oder zu Pasta mit geriebenem Pecorino und Chiliöl nach Geschmack.
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Sibirischer Kohl mit Pilzen

500 g Sibirischer Kohl (ersatzweise Palmkohl oder Grünkohl)
2 Zehen Knoblauch
1 scharfe Chili-Schote (wer es nicht so scharf mag, entfernt Samen und Mittelwände)
1 Stück Ingwer, etwa Daumennagel groß
Gemüsebrühe
250 Gramm Zuchtpilze (z. B. Shitaake, Austernpilze, Champignons oder Kräuterseitling)
Sonnenblumenöl
1/2 TL Kurkuma
Muskartnuss, Salz und Pfeffer

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Sibirischer Kohl

Kohlblätter waschen, von den großen Blättern ggf. die Mittelrippe entfernen und in etwa 1,5 cm lange Stücke schneiden. Knoblauchzehen, Chili und Ingwer fein hacken und in Öl mit Kurkuma in einem flachen Topf oder einer Pfanne mit Deckel andünsten. Bevor der Knoblauch braun wird, mit etwas Gemüsebrühe ablöschen. Den sibirischen Kohl dazu geben und mit Muskatnuss, Salz und Pfeffer würzen. Bei geschlossenem Deckel ca. 10 Minuten sanft garen.

In der Zwischenzeit die Pilze putzen, in Scheiben schneiden und in eine separaten Pfanne mit etwas Öl und Salz anbraten. Nach der Garzeit die Pilze zum Kohl geben.

Mit Basmatireis servieren und nach Geschmack mit Sojasauce würzen.

 


In den Spätsommertagen und bis in den Herbst hinein bescheren uns Paprika und Chili eine reiche Ernte. Der erste Frost kommt wie immer zu früh und noch viele warme Tage zum Ausreifen der Früchte sind unser Wunsch. Vor den ersten Minustemperaturen, können Paprika und Chili jedoch ins Haus geholt werden.

art_paprikaGetopfte Pflanzen, vor allem viele Chilisorten, lassen sich an einem hellen und nicht zu warmen Ort im Haus überwintern. Der bestehende Fruchtbehang kann noch ausreifen und geerntet werden und nach einem vorsichtigem Rückschnitt gibt es in der kommenden Gartensaison einen frühzeitigen Fruchtansatz.

Immer gelingt die Überwinterung nicht – vor allem Blattläuse machen den Pflanzen oft zu schaffen – ein Versuch ist dennoch lohnenswert, alleine schon für ein Ausreifen der Herbsternte.

Aber auch Paprika und Chili aus dem Anbau im Beet können für eine Nachreife ins Haus geholt werden. Hierfür werden die Pflanzen samt Wurzelballen ausgegraben, in Kübel gestellt und leicht gewässert. Unreife Früchte reifen im Haus oder auch im Keller auf diese Weise noch gut ab.

Und in der Küche freuen wir uns über die sommerlich-mediterranen Aromen:

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Peperonata

Zutaten für 6 Personen als Vorspeise

1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
2 rote und 1 gelbe Gemüsepaprika
2 Fleischtomaten
Olivenöl
Weißwein
Salz und Pfeffer

Zwiebel in feine Ringe und Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Die Paprika halbieren, das Kernhaus herausnehmen, waschen und in Streifen oder Rauten schneiden. Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl in einer Pfanne andünsten und mit einem Schuss Weißwein ablöschen. Die Paprika zugeben, salzen und pfeffern und zugedeckt bissfest garen. In der Zwischenzeit die Tomaten würfeln und zu den Paprika geben. Nochmal kurz erhitzen, dann vom Herd nehmen und durchziehen lassen. Eventuell noch einmal nachwürzen. Lauwarm mit frischem Brot servieren.

Wer es schärfer mag, kann auch Peperoni mit den Paprika mischen oder mit Chili-Öl nachwürzen.

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Bulgursalat mit Paprika und Gebratenem Hackfleisch

Zutaten für 6 Personen als Vorspeise

200 g Bulgur (Weizen, Kamut oder Dinkel)
1 TL Ras El Hanout (Gewürzmischung)
2 rote Spitzpaprika
300 g Hackfleisch, Lamm oder Rind
Rotes Paprika- und Chilipulver nach Geschmack
2 EL Petersilie und 1 TL Dill, gehackt
2 EL Zwiebelgrün, in Ringe geschnitten
1 TL Zitronensaft, 1 EL milder Essig, 2 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer, Öl zum Braten

Bulgur mit der angegebenen Menge Wasser zusammen mit dem Ras El Hanout und etwas Salz aufkochen, vom Herd nehmen und 20 Minuten quellen und danach im offenen Topf etwas abdampfen lassen. In der Zwischenzeit die Paprika putzen, vierteln und in dünne Streifen schneiden. Die Kräuter hacken bzw. schneiden. Aus Essig, Zitronensaft und Olivenöl eine Marinade herstellen. Das Hackfleisch in grobe Stücke zerteilen und mit Bratöl in einer heißen Pfanne braten. Dabei sollte das Hackfleisch nicht zu stark zerfallen. Mit Paprika, Chili und Salz würzen. Bulgur in eine Salatschüssel geben, mit den Paprikastreifen, Kräutern und der Marinade vermischen. Eventuell mit Salz und Pfeffer nochmal abschmecken. Zum Schluss das Hackfleisch unterheben und lauwarm servieren.

 


Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und die Temperaturen sind schon seit einiger Zeit eher herbstlich. Dennoch gibt es immer noch viel Sommergemüse wie Zucchini und Auberginen zu ernten. So möchten wir zwei mediterane Rezepte vorstellen, die sich einfach zubereiten lassen und immer wieder wunderbar schmecken. (Selbst dann, wenn man von der “Zucchinischwemme” eigentlich schon genug hat.)
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Eingelegte Zucchini / Antipasti

Die eingelegten Zucchini sind eine feine Vorspeise, aber auch eine gute Beilage z. B. zu Gegrilltem. Am besten eignen sich festfleischige Zucchini-Sorten wie Costata Romanesca, die beim Braten nicht so schnell “matschig” werden.

zucchini-eingelegt2 – 3 Knoblauchzehen
Basilikum
2 – 3 mittelgroße Zucchini
Olivenöl
Salz und Pfeffer
Balsamico, weiß
Parmesan

Den Knoblauch schälen, in dünne Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl andünsten. Dann beiseite stellen. Die Basilikumblätter vorsichtig in Stücke zupfen. Die Zucchini in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und in einer Pfanne in Olivenöl portionsweise bissfest anbraten ohne dass die Zucchini braun werden. Dabei etwas salzen und zum Ende der Garzeit mit ein paar Spritzern weißem Balsamico verfeinern. Die gebratenen Zucchini schichtweise in eine flache Auflaufform legen und je Schicht den vorbereiteten Knoblauch, Basilikum, frisch gehobelten Parmesan und schwarzen Pfeffer dazugeben. Vor dem Servieren am besten 1 – 2 Stunden durchziehen lassen.
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Auberginenauflauf

Der Auberginenauflauf ist ein italienisches Rezept, die “Melanzane al Formo”, die wir wie im Original mit gekochtem Schinken zubereiten. Wer es fleischlos mag, kann den Schinken selbstverständlich auch weglassen.

3 Fleischtomaten
2 mittelgroße Auberginen
Backteig aus 2 Eiern, 4 EL Mehl, eine Prise Salz und Wasser
3 Kugeln Mozzarella
150 g gekochter Schinken in Scheiben
4 – 5 Salbeiblätter
Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Fleischtomaten würfeln und mit etwas Salz und Pfeffer kurz Aufkochen bis sie zerfallen. Die Auberginen längs in 1 cm dicke Scheiben schneiden, salzen und etwas ziehen lassen. In der Zwischenzeit den Backteig anrühren und soviel Wasser zugeben, dass er etwas flüssiger ist als üblicher Pfannkuchenteig. Mozzarella in Scheiben und den Salbei in feine Streifen schneiden. Die Auberginen trocken tupfen, durch den Backteig ziehen und portionsweise in einer Pfanne in Olivenöl ausbacken.

Auberginen, Schinkenscheiben, Tomatenragù, Salbei und Mozzarella nacheinander in eine Auflaufform schichten. Bei 180 Grad ca. 40 Minuten backen, bis der Käse braun wird. Heiß mit einem Sommersalat servieren.

 


Ja es ist tatsächlich schon wieder so weit: Der Sommer zeigt sich von seiner besten Seite mit Ernten in Fülle und Überfluß. Fast ein wenig wehmütig kann man dabei jedoch schon werden, da mit den reichen Ernten auch die ersten herbstlichen Eindrücke spürbar sind.

art_erntetageDoch nun gilt es erst einmal die Gartenmühen der hinter uns liegenden Monate mit dem Genuss reifer Fruchtgemüse, schmackhafter Knollen und buntem Blattgemüse zu belohnen. Es wird gekocht und eingemacht und neue Rezepte werden kreiert und ausprobiert.

Und was koche ich jetzt damit?
Doch genau an dieser Stelle stellt sich für den einen oder anderen die Frage: Ja was koche ich jetzt damit? Besonders bei einigen unserer alten und nicht mehr so bekannten Gemüsesorten kann diese Frage durchaus berechtigt sein und ebenso wenn die “Zucchinischwemme” und die “Tomatenberge” über uns hereinbrechen. Daher werden wir in den nächsten Monaten wieder verschiedene Rezepte, Verarbeitungstipps und Buchempfehlungen zu Saisongemüse und alten Gemüsesorten einstellen.

Kochkurse Herbst- und Wintergemüse
Wer möchte kann auch einen unserer Kochkurse zu Herbst- und Wintergemüse besuchen, die sich mit saisonalen Spezialitäten und alten Gemüsesorten befassen:

Farbenfrohe Herbstküche >
Herbstgemüse und Feuerzauber >
Winterliche Gemüsevielfalt >

Ernte im Schulgarten
Auch in unseren Schulgartenprojekten stehen Ernte und Zubereitung ab dem kommenden Schulbeginn vorrangig auf dem Programm. Die Kinder ernten begeistert und auch wenn sie am liebsten direkt vom Beet naschen sind selbst gekochte Kürbissuppe oder Blechkartoffeln mit Kräuterbutter ein besonderes Erlebnis.

Fortbildungen für Pädagogen und Betreuungspersonen
Leider hat die Erfahrung gezeigt, dass auch viele Lehrkräfte und Betreuer nicht immer wissen, wie frisch geerntetes Gemüse zusammen mit den Kindern zubereitet werden kann. Über eine Seminarreihe der Naturindianer in München bieten wir daher Multiplikatoren-Fortbildungen zu Schulgartenthemen (einschl. Kochen und Konservieren) und gesundem und nachhaltigem Kochen mit Kindern an.

Der Schulgarten im Herbst und Winter >
Gesund und nachhaltig Kochen mit Kindern >

Für Fragen zu den angesprochenen Themen und Kursangeboten stehen wir selbstverständlich gerne zur Verfügung.