2014 veranstalten wir wieder unsere Saatgutkurse „Samengärtnerei im Hausgarten“, diesmal mit einem dritten neuen Modul. Folgend die aktuellen Termine mit Schwerpunktthemen:

Samstag, 24. Mai 2014, 10:00 – 17:30 Uhr
Salat, Gänsefuß- und Zwiebelgewächse, vegetative Vermehrung

Samstag, 12. Juli 2014, 10:00 – 17:30 Uhr
Kohl- und Kürbisgewächse, Erbsen, Saatguternte

Samstag, 6. September 2014, 10:00 – 17:30 Uhr
Tomaten, Paprika und Bohnen, Überwinterungskulturen, Selektion

Programmdetails und Anmeldung >
Weitere Informationen zu Samengärtnerei >

Wer sich zuerst einen Überblick über das Thema Samengärtnerei und alte Gemüsesorten verschaffen willl, ist herzlich zu unserem Vortrag „Samengärtnerei in der Permakultur“ mit anschließendem Saatguttausch eingeladen.

Weitere Informationen und Anmeldung >

 


Wir freuen uns das Permakultur-Kursprogramm von Perma-Norikum / Bernhard Gruber bei uns veröffentlichen zu dürfen:

Gruppendynamische Prozeße werden mit einfachen Übungen unterstützt

Gruppendynamische Prozeße werden mit einfachen Übungen unterstützt

Permakultur-Designkurs in 5 Modulen in Oberösterreich
Februar bis Juni 2014
Permakultur Wald-Wasser-Garten Einjoch

Permakultur unterstützt uns dabei, wieder zu ExpertInnen für unser eigenes Leben zu werden. Sie möchte helfen, den achtsamen Umgang mit der Natur, mit den Mitmenschen und mit sich selbst zu leben – und damit Lebensfreude machen! Ein Hauptaugenmerk wird auf die optimale Nutzung unserer erneuerbaren Ressourcen gelegt. Reichlich Praxis wird diese Ausbildung zu einem Erlebnis machen.

Lehrgangsleiter ist Bernhard Gruber, er ist selbst auf einem kleinen Bauernhof am Stadtrand von Wels aufgewachsen, der seit den frühen 1990er Jahren nach den Prinzipien der Permakultur bewirtschaftet wird. Bernhard Gruber betreut seinen Wald-Wasser-Garten und bezeichnet sich selbst als Waldgärtner. Er hält Permakultur-Kurse im In- und Ausland und steht Interessierten aus aller Welt mit Rat und Tat zu Hilfe.

Jeder Kursteilnehmer plant im Rahmen des Lehrgangs sein eigenes Projekt.
Projekt kann sein: Hausgarten, Waldgarten, CSA, Landwirtschaft, Schulgarten, Gemeinschaftsgarten, Dorfentwicklungskonzept, Alternativwährungskonzept, Vertriebskonzept, …

Mit zahlreichen Gruppenarbeiten wird der theoretische Teil aufgelockert

Mit zahlreichen Gruppenarbeiten wird der theoretische Teil aufgelockert

Modul 01 17. bis 19. Februar 2014: Einführung, Bereiche und Geschichte der Permakultur, Ethik der Permakultur, Konzepte im Permakultur-Design
Modul 02 17. bis 19. März 2014: Methoden, Muster und Klimafaktoren im Permakultur-Design, Bäume und ihre Funktion
Modul 03 14. bis 16. April 2014: Wasser im Permakultur-Design, Aquakultur, Boden und Bodenverbesserung, Erdbewegung und Erdarbeiten, Anlegen von Dämmen und Swales
Modul 04 12. bis 14. Mai 2014: Kaltes Klima, Tropen, Trockene Gebiete
Modul 05 23. bis 25. Juni 2014: Strategien für alternative Nationen, Projektplanung und Projektpräsentation

jeweils von 8.00 bis 17.30 Uhr

Mandala-Garten im Vordergrund der Bienenhütte

Mandala-Garten im Vordergrund der Bienenhütte

Veranstaltungsort: Wald-Wasser-Garten Einjoch in A-4622 Eggendorf im Traunkreis

Kursinhalte: Die Grundlage des Lehrgangs ist das Buch: “Permaculture – a Designerś Manual” oder “Handbuch der Permakultur Gestaltung” von Bill Mollison

Zielgruppe: Landwirte, Biobauern, Gärtner, Pädagogen, Umweltbeauftrage in Gemeinden, Landschaftsplaner, Städteplaner, Architekten, Naturfreunde und alle Interessierten, Männer wie Frauen

Weitere Infos und Anmeldung Modulkurs >
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in zweiwöchiger Lehrgang im Sommer 2014 >

 


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Pilzmyzel von Austernpilzen

Am 28. Mai hielten wir unseren Workshop “Pilzkulturen im Garten“ ab. Es war ein richtiger Glückstermin, denn das Wetter hat gepasst (der einzige schöne Tag der Woche) und bescherte uns und den Teilnehmern schöne und sonnige Stunden.

Auf dem Programm stand der Aufbau von Pilzkulturen auf Holzstämmen. Pilzmyzel stand von Austernpilzen und Shiitake zur Verfügung.

Neben der Anzucht auf Holz wurde auch besprochen wie Strohballen als Substrat zu verwenden sind und Pilzmyzel mittels Holzdübel selbst vermehrt werden kann.

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Es werden Kerben in die Stämme gesägt

Pilzkulturen auf Holz anlegen
Im ersten Arbeitsschritt wurde eine Salweide gefällt und auf Stammstücke mit einer Länge von ca. 120 cm zugeschnitten. Ein Teilnehmer hatte außerdem frisch geschnittene Hainbuchenstämme mit einer Länge von ca. 100 cm mitgebracht. Ganz große Klasse und vielen Dank!

Mit der Motorsäge wurden jeweils 2 – 3 Kerben in die Holzstämme geschnitten, um das Holz mit dem Pilzmyzel zu beimpfen. Mit Hilfe von Holzstäbchen wurde das Myzel dann fein säuberlich und ohne Zwischenräume in die Kerben eingearbeitet und danach mit Klebeband verschlossen. Letzteres dient als Schutz vor Schimmelbefall und Austrocknung sowie gegen Fraßschäden.

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Die Kerben werden mit Myzel befüllt

Welches Holz ist geeignet?
Für das Beimpfen mit Pilzmyzel dürfen nur frische Holzstämme verwendet werden, damit keine anderen Pilze bereits im Holz aktiv sind. Nur so kann das Pilzmyzel den Holzstamm gut durchwachsen. Es eignet sich am besten Laubholz wie Weide, Erle, Birke, Pappel und Buche.

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Impfstellen mit Folie umwickelt

Jetzt braucht es Geduld
Die beimpften Pilzstämme werden an einem geschützten, schattigen Standort auf den Boden gelegt, mit den beimpften Stellen in direkten Erdkontakt. Bei gleichmäßiger Feuchtigkeit (die Stämme sollen nicht austrocknen) und bei Durchschnittstemperaturen um die 18 Grad, werden die Holzstämme innerhalb von 3-4 Monaten von dem Pilzmyzel durchwachsen.

Wenn die Stämme durchwachsen sind, wird die Folie abgenommen, die Stämme werden gewässert und an einem vor Schnecken sicherem Ort aufgestellt.

Erste Ernte im Herbst
Die erste Ernte kann je nach Pilzart noch im selben Jahr erfolgen. So sollten die Austernpilze noch in diesem Herbst für feine Pilzmahlzeiten sorgen!

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Austernpilzkultur

Und so sieht die gelungene Austernpilzkultur dann aus!

Informationen für die Teilnahme an Workshops und Seminaren finden Sie in unserem Vortrags- und Seminarprogramm.


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Saatgutgewinnung bei Gurken

Im eigenen Garten Saatgut selbst gewinnen – am besten aus seinen Lieblingssorten – ist ein besonderes gärtnerisches Anliegen. Wer Gemüse für eigenes Saatgut anbauen möchte, muss jedoch ein paar Grundlagen beachten, die für eine erfolgreiche Samenernte zu berücksichtigen sind.

Dies betrifft z. B. die Bestäubungsbiologie zusammen mit der Zugehörigkeit zu Pflanzenfamilien, um Verkreuzungen zu vermeiden. Ebenso die notwendige Anzahl von Pflanzen für die Vermehrung, die Kulturdauer für das Bilden und Ausreifen der Samen sowie eine Selektion der besten Pflanzen. Saatgutreinigung, Trocknung und Lagerung müssen ebenfalls beachtet werden, um in den darauffolgenden Anbaujahren über keimfähiges Saatgut zu verfügen.

Grundsätzlich eignen sich nur samenfeste Gemüsesorten für die Saatgutvermehrung.

Vorteile der Saatgutvermehrung für den Eigenbedarf

  • Saatgut muss nicht regelmäßig neu gekauft werden
  • Bei den meisten Kulturen erntet man so viel Saatgut, dass man teilen und tauschen kann
  • Vermehrt man eine Sorte über einen längeren Zeitraum erhält man eine an den Standort angepasste Sorte
  • Die Vermehrung alter Sorten unterstützt die Erhaltung unserer Nutzpflanzenvielfalt


Kursangebote und Bücher

Um Enttäuschungen bei der Vermehrung zu vermeiden, macht es Sinn einen Kurs zu besuchen und/oder sich mit einschlägiger Literatur zu befassen.

In Süddeutschland veranstalten wir bei uns (Garten des Lebens) jedes Jahr einen Saatgutkurs „Samengärtnerei für den Hausgarten“.

Saatgutlehrgang – Samengärtnerei für den Hausgarten (Tagesseminare)
Details und Anmeldung >

Weitere Kursangebote gibt es über Arche Noah in Niederöstereich sowie über den VEN in Norddeutschland.

Im Buch von Annette Holländer „Mein Biogemüse-Garten – Das Standardwerk zu Anbau und Vermehrung samenfester Gemüsesorten“ werden innerhalb von ausführlichen Gemüseportraits auch die Vermehrungskriterien anschaulich dargelegt.

Zum Buch „Mein Biogemüse-Garten – Das Standardwerk zu Anbau und Vermehrung samenfester Gemüsesorten“ >

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Einfache Sorten für den Einstieg in die Saatgutgewinnung

Wer beginnen möchte Saatgut zu vermehren, kann mit einfachen Sorten einsteigen und erste Erfahrungen sammeln. Dazu gehören einige Selbstbefruchter, bei denen keine (bzw. nur eine sehr geringe) Verkreuzungsgefahr besteht wie beispielsweise Gartenbohnen und Tomaten. Gartenbohnen werden dabei wie für die Ernte von Trockenbohnen kultiviert. Etwa 10 – 15 Pflanzen einer Sorte sind für die Vermehrung ausreichend. Bei Tomaten reichen auch weniger Pflanzen und man kann von den reifen Speisetomaten vor dem Verzehr die Samen entnehmen. Die Samen ein bis zwei Tage zimmerwarm stehen lassen um die keimhemmende Schicht abzubauen, dann in einem Teesieb abspülen und abwaschen, danach zügig trocknen.

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Radieschen mit Blüte und Samenansatz

Bei Gemüse, das von Wind oder Insekten bestäubt wird, muss darauf geachtet werden, dass man nur eine Sorte blühen lässt, um Verkreuzungen zu vermeiden.

Viele Fremdbefruchter benötigen außerdem eine größere Anzahl von Pflanzen für die Vermehrung, sodass der Platzbedarf beachtet werden muss. Für den Einstieg eignen sich z. B. Gartenrauke oder Radieschen. Beide können ab dem Frühling einjährig kultiviert werden und auch für die benötigten 30 – 50 Samenträger findet sich im Hausgarten Platz. Dabei die schönsten und am spätesten schossenden Exemplare für die Vermehrung auswählen und blühen lassen. Werden die Samenrispen bräunlich und trocken am besten die ganze Pflanze aus dem Boden nehmen und z. B. in einem Gartenvlies oder altem Kissenbezug an einem trockenen Ort nachtrocknen lassen. Die Samen fallen dann oft schon von selbst aus. Ansonsten vorsichtig ausdreschen und die Samen vorsichtig ausblasen, um Pflanzenreste zu entfernen.

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Bei unseren Gemüseportraits mit Kulturanleitungen beschreiben wir auch die wichtigsten Kriterien, die für die Saatgutvermehrung zu beachten ist sind. Saisonal veröffentlichen wir verschiedene Gemüsesorten mit Kulturanleitung. Zum Aufrufen der entsprechenden Artikel kann man über den Tag „Kulturanleitungen“ navigieren oder folgenden Link aufrufen: https://www.garten-des-lebens.de/tag/kulturanleitung/.


art_mienbacher-beet

Wir freuen uns eine neue Zusammenarbeit für unseren Seminarbetrieb mit dem Mienbacher Waldgarten vorstellen zu dürfen.

Geplant sind Praxisseminare zum biologischen Anbau von Gemüse mit alten und samenfesten Gemüsesorten und deren Samenbau.

Permakultureller Waldgarten
Der Mienbacher Waldgarten ist ein permakultureller Waldgarten. „Dies beinhaltet eine nachhaltige Landwirtschaft, ein Wirtschaften mit der Natur… Es geht um Artenvielfalt, um Symbiosen. Ein Waldgarten ist nicht nur ein Wald, nicht nur eine Streuobstwiese, nein, ein Waldgarten bietet Essen, Schutz, Rückzug, Erholung und ein Auskommen… Ganz klar in einem Wort ausgedrückt: Ein Paradies! …“

www.mienbacher-waldgarten.de >

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