In der Arte Reihe “Was tun?” beschreibt die Wissenschaftlerin und Aktivistin Vandava Shiva klar und verständlich wie Politik, Saatgutkonzerne und manipuliertes, lizenziertes bzw. patentiertes Saatgut Kleinbauern in Verschuldung und mit der Konfiszierung ihres Landes in den Selbstmord treiben. Denn für diese Menschen ist ein Leben ohne ihr Land – ohne Mutter Erde – nicht denkbar.

Dabei veranschaulicht sie eindringlich, wie durch Saatgutsouveränität und biologische Landwirtschaft eine nachhaltige Zukunft für Menschen und Erde geschaffen werden kann.

 ”… Das Leben zu erhalten, das Leben der Menschheit und das Leben des Planeten als Grundlage für alles irdische Leben, das muss das höchste Ziel sein auf das wir hinarbeiten.”
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Dass unser Planet Erde ein lebendiges System ist, das wir nicht unendlich belasten und ausbeuten dürfen, erkennen immer mehr Menschen weltweit und setzen sich dafür ein.

Als zweites Land nach Equador agiert Bolivien auf Regierungsebene entsprechend. So hat Bolivien das “Gesetz von Mutter Erde“ verabschiedet, das unserem Planeten als lebendes System Rechte einräumt. Das Gesetz von Mutter Erde („Ley de Derechos de La Madre Tierra“) erklärt den Planeten als heilig und erhebt ihn zu einem lebenden System, welches das Recht darauf hat, vor Ausbeutung beschützt zu werden.

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Passend zu unseren Grünkohlrezepten und zum Ausklang des Winters eine schöne Dokumentation über einen Menschen, der in Norddeutschland seit vielen Jahren alte Grünkohlsorten sucht, vermehrt und vor dem Aussterben bewahrt:

“Wie ein Schatzsucher durchkreuzt Reinhard Lüring mit dem Motorrad seine ostfriesische Heimat, um Palmen zu suchen. Die ostfriesische Palme, eine Grünkohlsorte, ist zwischen Ems und Weser legendär, aber fast ausgestorben. Selbst die staatlichen Samenbanken verfügen nicht über sortenreine Samen.”

Seite zur Sendung (NDR) mit Video >

art_gruekohlpalmen

Ein Portrait von Reinhard Lüring und seiner Erhaltungsarbeit ist auch in dem schönen Buch “Reichtum ernten” enthalten.

Übrigens, wer Grünkohl vermehren möchte: Immer nur eine Sorte gleichzeitig am selben Standort blühen lassen. Verschiedene Sorten verkreuzen sich untereinander!

 


Und ein weiterer Garten, der immer einen Besuch wert ist:
Der Arche Noah Schaugarten in Schiltern in Niederösterreich.

Arche Noah (Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung) bewirtschaftet auf dem Gelände des Schloss Schiltern einen wunderschönen Schaugarten für alte Kulturpflanzen und Gemüseraritäten. Ein Teil der Kulturen wird für die Erhaltung und Vermehrung angebaut.

Auf der Website von Arche Noah erhält man einen Überblick über Führungen und Veranstaltungen im Schaugarten. Ansonsten kann der Schaugarten in den Sommermonaten an Wochenenden und Feiertagen besucht werden.

Einen ersten Eindruck des Gartens und der Arbeit von Arche Noah vermittelt der
folgende Film:


br_salatSaatgutverordnung – Das Hoffen auf die Reform
Schon lange kritisieren Umweltschützer, dass der Saatgutmarkt immer stärker von Großkonzernen dominiert wird. Weltweit werden 75 Prozent des gesamten Saatguts von nur zehn Konzernen vertrieben. Warum eigentlich?

“Unser Land” hat unter der Regie von Norbert Haberger zu diesem Thema mit Annette Holländer (Garten des Lebens) in ihrem Garten und in den Gemeinschaftsgärten des ÖBZ (Ökologisches Bildungszentrum München) mit der Regionalgruppe des VEN einen Beitrag gedreht, der am 5.7.2013 im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt ausgestrahlt wurde.

Zum Beitrag auf der Website von “Unser Land” >
Direkt zum Film >

PS: Leider wurde im Beitrag der Name des Salats verwechselt. Es handelt sich bei der abgebildeten Sorte um “Gelber Kaiser” und nicht um “Altöttinger Großkopfoada”, der im selben Beet angebaut war.

Seminarangebot alte und samenfeste Kulturpflanzen
Wer Interesse hat an alten und samenfesten Kulturpflanzen, deren Anzucht und Vermehrung ist herzlich zu unseren Seminaren eingeladen:

2-Tages-Praxiskurs am 27. und 28. Juli 2013:
Obst und Gemüse im Hausgarten selbst kultivieren und vermehren >

Praxiskurstage am 13. Juli und am 7. September 2013:
Gemüse und Kräuter selbst vermehren – Samengärtnerei für den Hausgarten >

 


Der Film zeigt eindrucksvoll wie die Holzer’sche Permakultur auf Grundlage der natürlichen Gegebenheiten funktioniert. Josef Holzer erklärt in seinem Rundgang, wie man sich die Wechselwirkungen der Natur zu Nutze machen kann.

Wer noch nicht die Möglichkeit hatte den Krameterhof zu besichtigen, kann sich hier ein Bild der Schönheit und Fülle des Bergbauernhofs auf 1100 – 1500m Seehöhe machen.