Nachtrag zu unserem Artikel Einfach neue Beete anlegen – das Mulchbeet: So sieht das Mulchbeet nun nach der Ernte der Kartoffeln aus. Eine schöne krümelige und humose Erde. Über den Winter wird erneut eine Mulchschicht ausgebracht und für den kommenden Frühling ist ein neues Gemüsebeet bereit.

Und auch die Kartoffelernte kann sich sehen lassen, obwohl die Mulchschicht gar nicht so hoch und der Sommer sehr trocken gewesen ist.

 


Nachhaltig und zukunftsfähig gärtnern mit samenfesten Gemüsesorten

„Viele Jahre Gartenpraxis nach ökologischen Grundsätzen und der Vermehrung und Erhaltung alter und samenfester Gemüsesorten schufen die Grundlagen für dieses Buch. In der Vergangenheit wurde ich in Seminaren und Vorträgen oftmals gefragt, ob es denn kein Buch gäbe, in dem dies alles nachzulesen wäre. Ich freue mich nun unser Wissen und unsere Erfahrungen aus unserer Arbeit, die uns lange schon zur Herzensangelegenheit geworden ist, an interessierte Gartenfreunde und Liebhaber alter Gemüsesorten in meinem Buch „Mein Biogemüse-Garten – Anbau und Vermehrung samenfester Sorten“ weitergeben zu dürfen.“

Herzlichst, Ihre Annette Holländer / Garten des Lebens
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Buchcover-Biogemüsegarten„Mein Biogemüse-Garten“
Das Standardwerk zu Anbau und Vermehrung samenfester Gemüsesorten
von Annette Holländer

25,00 Euro
Hardcover, 240 Seiten
Edition Michael Fischer
ISBN 978-3-86355-883-3
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Im Buchhandel erhältlich ab Ende
Februar 2018. Ihre (Vor-) Bestellungen nehmen wir gerne entgegen unter:
publikationen@garten-des-lebens.de

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Aus dem Inhalt:

Buch_GartenwissenGartenwissen
– Der biologisch bewirtschaftete
..Garten
– Boden und Bodenfruchtbarkeit
– Geschichte unserer Nutzpflanzen
– Grundlagen zur Vermehrung von
..samenfesten Gemüsesorten

Gartenpraxis
– Bodenbearbeitung
– Arbeitsgeräte und Ausstattung
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Buch_Gartenpraxis– Planung eines Gemüsegartens
– Beetformen
– Lösungen für kleine Gärten, Balkon
..und Terrasse
– Aussaat, Anzucht und Pflanzung
– Düngen und fruchtbares Wachstum
– Mulchen
– Kräuterjauchen & Co.
– Mischkultur und Fruchtfolge
– Grüne Ernte rund ums Jahr

 

Buch_PortraitsGemüseportraits
Beschreibung aller wichtigen Gemüsearten:
– Herkunft und Historie
– Rezepte und Wissenswertes
– Kulturanleitungen
– Sortenvielfalt
– Sortenempfehlungen
– Bezugsquellen

 

„Mein Biogemüse-Garten“
Das Standardwerk zu Anbau und Vermehrung samenfester Gemüsesorten
von Annette Holländer

25,00 Euro
Hardcover, 240 Seiten
Edition Michael Fischer
ISBN 978-3-86355-883-3

Im Buchhandel erhältlich ab Ende Februar 2018. Ihre (Vor-) Bestellungennehmen wir gerne entgegen unter: publikationen@garten-des-lebens.de

 


Als wir vor knapp 10 Jahren in unserem ehemaligen Garten mit dem Gemüsegärtnern auf größerer Fläche begonnen haben, gab es die besten Voraussetzungen für gesundes Gemüse. Ein neuer Garten auf einem humosen Boden auf dem noch nie Gemüse angebaut worden war und auch in der nächsten Nachbarschaft keine Gemüsebeete. In den ersten Jahren trat, außer Schnecken und Wühlmäusen, so gut wie kein Schädlingsbefall auf. Während sich Schnecken und Wühlmäuse ganz gut regulierten, stellten sich im Laufe der Jahre die ersten Schädlinge wie Lauchminiermotte oder Gemüseeule ein. Durch ein breites Angebot an Blühpflanzen und Futterweiden für Nützlinge wie Insekten und Vögel, hielten sich die Schäden jedoch in Grenzen.

Gärten und ihre unterschiedlichen Voraussetzungen
In unserem neuen Garten, den wir nun seit gut einem Jahr bewirtschaften, stellte sich die Situation ganz anders dar. Mit einer angrenzenden Hühnerwiese, Laufenten und vielen Hofkatzen waren Schnecken und Mäuse kaum ein Thema. Dafür gab (und gibt es) die verschiedensten Gemüseschädlinge und Krankheitsbilder, die sich in einem seit Jahrzehnten immer wieder mit denselben Gemüsearten bepflanzten Bauerngarten angesiedelt hatten.

art_nuetzlinge

Gemüse, Blumen und Kräuter in Mischkultur

Zum ersten Frust über befallene Pflanzen und Ernteausfälle ist nun jedoch die Lust an der Herausforderung hinzugekommen. Neben verschiedenen Maßnahmen zur Pflanzenstärkung und Bodenverbesserung wird der Garten quasi täglich reicher an neuen Pflanzenarten wie seltene Gemüse, Kräuter und Nützlingsweiden in Mischkultur. Ziel ist es der natürlichen Tierwelt im Garten möglichst viel Lebensraum zu bieten, um Nützlinge dauerhaft anzusiedeln.

Nützlingsinsekten im Garten ansiedeln
Um im Garten ein Gleichgewicht zwischen Schädlingsbefall und Nützlingen zu schaffen, ist es wichtig die Lebensbedingugnen für die Nützlinge zu berücksichtigen. Dabei ist zu beachten, dass ein Großteil der Nützlingsinsekten oft im Larvenstadium Schädlinge fressen. So bespw. die Schwebfliege, deren Larven Unmengen von Blattläusen vertilgen (je Larve ca. 700 Läuse innerhalb von acht bis zehn Tagen). Die ausgewachsene Schwebfliege benötigt jedoch Nektar, vorzugsweise von Dolden- und Korbblütlern aber auch von Mohn, Borretsch oder Phacelia. Je mehr Nektar eine Schwebfliege vor der Paarung gesammelt hat, umso mehr Eier legt sie. Findet die Schwebfliege nicht genug Nahrung im Garten, wird sie schnell wieder verschwunden sein.

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Larve des asiatischen Marienkäfers auf von Läusen befallenen Puffbohnen

Ebenso benötigen Marienkäfer, die wie ihre Larven Läuse fressen, Blühplanzen wenn nicht genug Läuse verfügbar sind. Außerdem fressen sie im Herbst große Mengen an Nektar und Pollen, um sich für die Überwinterung zu stärken.

Viele andere Insekten sind im Garten ebenfalls unsere Verbündeten. Dazu gehören u. a. Schlupfwespen, Florfliegen, Ohrwürmer, Raubwanzen und Laufkäfer. Leider werden sie aus Unkenntnis oft eher als Ungeziefer gesehen, denn als Nützlinge. Dabei fressen bspw. der Schwarze Moderkäfer und Larven der Laufkäfer gerne Schneckeneier und junge Schnecken.

Für eine dauerhafte Ansiedlung all dieser Tiere im Garten müssen neben dem passenden Nahrungangebot auch Überwinterungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Dies können umgedrehte Blumentöpfe, Totholzhaufen, Fassadenbegrünungen und vieles mehr sein. Da schadet ein bisschen „Unordnung“ in der einen oder anderen Gartenecke nicht, denn im exakt aufgeräumten Garten können unsere Gartenverbündeten nicht dauerhaft sesshaft werden.

 


Das erste Samenfest, das wir dieses Jahr als Austeller besuchen durften, fand am 23. Januar bei Rapunzel in Legau statt. Neben dem großem Saatgutmarkt gab es ein Rahmenprogramm mit  interessanten Vorträgen zu verschiedensten Themen. Besonders gefreut hat es mich in diesem Zusammenhang Andrea Heistinger (Autorin u. a. des Handbuchs für Samengärtnerei) persönlich zu erleben. Ihr Vortrag zum Thema „Biologisch Düngen“ zeigt viele wichtige Aspekte zu Bodenleben und fruchtbarem Boden auf.

Rapunzel hat alle Vorträge aufgezeichnet und sie können über deren Website bzw. Youtube aufgerufen werden: Nachlese Samenfest und alle Vorträge >

Andrea Heistinger hat zu diesem Thema zusammen mit Alfred Grand ein Buch veröffentlicht, das sich wie im Vortrag mit Wurmhumus, Gründüngung und Kompost befasst.

buchtipp-bioduengerBiodünger selber machen.
Regenwurmhumus – Gründüngung – Kompost

Wieso sollte man Regenwürmer im eigenen Garten halten? Wie kann man Regenwurmhumus in einer Kompostkiste selber herstellen? Wie erzeugt man aus „Küchenabfällen“ wie Kaffeesatz und Schalen fruchtbaren Kompost?

Biogartenexpertin Andrea Heistinger sowie Biobauer und Biodüngerproduzent Alfred Grand erklären auf verständliche Weise, wie es ganz leicht gelingt, Biodünger selber zu machen. Sie verzichten auf komplizierte Anweisungen und beschreiben simple, benutzerfreundliche und praktikable Systeme.

Das Buch ist ein Standardwerk für HausgärtnerInnen, Terrassen- oder BalkongärtnerInnen, Biobauern und Biobäuerinnen sowie LehrerInnen oder KindergärtnerInnen.

Löwenzahn Verlag, ISBN-10: 3706625199, ISBN-13: 978-3706625197
Weitere Details und Bestellmöglickeit über Amazon:
Biodünger selber machen. Regenwurmhumus – Gründüngung – Kompost >

 


Die letzten Wochen haben uns hier im Voralpenland viele sonnige und föhnig-warme Tage beschert, sodass die Gartensaison sich unwillkürlich verlängert und der Winter sich mit seinen wenigen frostigen Tagen nicht wirklich eingestellt hat. Dennoch neigt sich das Jahr dem Ende zu und nach verschiedenen Bauernregeln kehrt der Winter ja erst richtig ein, wenn die kürzesten Tage vergangen sind. Wir werden sehen, was uns der Winter im neuen Jahr noch bringt und – wie sollte es anders sein – freuen uns schon auf die wärmende Frühlingssonne zur Ankündigung der neuen Gartensaison.

In diesem Sinne wünschen wir allen unseren
Freunden, Kunden, Lesern und Kooperationspartern ein neues Jahr
der Fülle, in voller Blüte und mit gesegneter Ernte.

header_kl-neujahr

Seminarprogramm 2016
Gleichwohl das neue Jahr noch nicht begonnen hat, sind unsere Bio-Garten-Seminare und Termine bereits seit Wochen in Planung. Wie in den letzten Jahren veranstalten wir wieder unsere jeweils 3-tägigen Seminare:

Samengärtnerei für den Hausgarten – Gemüse und Kräuter selbst vermehren >
Bio-Gemüseanbau für den Hausgarten – Biologisch Gärtnern im Jahreslauf >

Neu im Programm ein 2-teiliger Praxiskurs, der sich – abgestimmt auf die Selbstversorgung in der kalten Jahreszeit – mit Wintergemüseanbau, Überwinterung und Lagerung befasst:

Frisches Gemüse das ganze Jahr – Wintergemüse aus dem Bio-Garten >
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Saatgutfeste und Veranstaltungen 2016
Weiterhin sind wir auf verschiedenen Veranstaltungen mit einem Saatgut-, Infostand oder Vortrag anzutreffen. Wir freuen uns, wenn Sie uns am Stand oder zum Vortrag besuchen:

23.01.2016
Samenfest bei Rapunzel in Legau, Infostand VEN und Saatgut alter Gemüsesorten

30.01.2016
Saatguttag bei Öko & Fair in Gauting, Saatgut alter Gemüsesorten und Vortrag zu Samengärtnerei im Hausgarten

13.02.2016
Saatgut-Festival in Nürnberg, Saatgut alter Gemüsesorten

art_saatgutfest201621.02.2016
Saatgut-Festival in München, Saatgut alter Gemüsesorten und Vortrag zu Samengärtnerei im Hausgarten

13.03.2016
Dinkelsbühler Samenfest, Saatgut alter Gemüsesorten und Vortrag zu Tomaten für den Freilandanbau

09.04.2016
Saatguttag in Illertissen (Details folgen), Saatgut alter Gemüsesorten und Vortrag zu Samengärtnerei im Hausgarten

16.05.2016
Fürstenfelder Gartentage (Details folgen), Vortrag Gemüse auf kleinstem Raum – Urban Farming

19.06.2016
Permakultur-Netzwerktreffen in Herrieden im Hortus Felix, Infostand zu Samengärtnerei, Permakultur und Selbstversorgung