Der Film zeigt eindrucksvoll wie die Holzer’sche Permakultur auf Grundlage der natürlichen Gegebenheiten funktioniert. Josef Holzer erklärt in seinem Rundgang, wie man sich die Wechselwirkungen der Natur zu Nutze machen kann.

Wer noch nicht die Möglichkeit hatte den Krameterhof zu besichtigen, kann sich hier ein Bild der Schönheit und Fülle des Bergbauernhofs auf 1100 – 1500m Seehöhe machen.


art_bluepod-schoteGarten des Lebens engagiert sich für die Erhaltung alter Kulturpflanzen und Gemüseraritäten. Saatgut von verschiedenen Gemüsesorten wie Tomaten, Bohnen und Blattgemüsen kann gegen eine Aufwandsentschädigung bestellt werden.

Die aktuelle Saatgutliste ist unter “Gemüse und Saatgut” eingestellt >

Selbstverständlich sind alle Samen sortenrein und samenfest und können weiter vermehrt werden.

Viel Erfolg für Anbau und Ernte und viel Vergnügen beim Gemüse-Genuss! Weitere Informationen zu Erhaltersaatgut erhalten Sie unter Gemüse und Saatgut.

 


art_bohne-korn_quer1 In den Monaten September und Oktober 2012 haben wir verschiedenste Bohnenkörner aus unserem Garten geerntet.  Zur weiteren Trocknung wurden diese in Holzschalen im Haus aufbewahrt. Wir hatten 8 Holzschalen auf den Tischen und Regalen im Wohnzimmer und es war für uns ein großer Genuss in den Bohnenkörnern zu „wühlen“ – es ist ein sehr angenehmes Fühlen in den Händen und Fingern und je nach Bohnensorte unterschiedlich. Wir überlegten damals “Bohnenkörner sollten irgendwie als Therapie eingesetzt werden …“.

Kurz vor Weihnachten erreichte uns eine Anfrage: 20 kg Bohnen für ein Bohnenbad zu Therapiezwecken für wahrnehmungsgestörte Kinder in einem Kindergarten.

Wir waren total begeistert über diese Anfrage. In Zwischenzeit haben wir die Lieferung von 20 kg Bohnen unterschiedlicher Art (rote, weiße, schwarze und gemusterte Bohnen)  ausgeführt und freuen uns auf positive Ergebnisse in diesem Kindergarten.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Internet unter Ergotherapie, sensorische Integrationsstörung oder einfach “Bohnenbad im Kindergarten“. Wir freuen uns über jede Rückmeldung und Erfahrungsberichte zum Bohnenbad.



Schwarzes WinterrübchenHerbst- und Winterrübchen sind ein delikates Wintergemüse und bereichern unseren Speisezettel in der kalten Jahreszeit  als gesunde Rohkost und Gemüse.

Obwohl früher ein wichtiges Grundnahrungsmittel sind Rübchen heute weitgehend in Vergessenheit geraten.

 

Die Geschichte des Rübchens
Der Rübsen oder die Rübsaat (Brassica rapa) ist eine Art aus der Familie der Kreuzblütengewächse und wird seit der Jungsteinzeit kultiviert und ist eine der ältesten Kulturpflanzen in Europa. Es gibt zahlreiche Sorten bzw. Unterarten, die als Öl-, Gemüse- bzw. Futterpflanzen angebaut werden. Dazu gehört auch das Herbstrübchen, das traditionell im August als Nachsaat auf Stoppelfeldern angebaut wurde. Diesem Umstand verdankt es auch den Namen Stoppelrübe. Unsere Vorfahren haben das Rübchen gleichermaßen als Nahrungsquelle für Menschen und als Tierfutter genutzt. Rübchen sind gut lagerfährig, sodass eine Versorgung über den Winter sichergestellt war.

Das Rübchen wurde in der Regel als Gemüse mit Schmalz und Zucker zubereitet und zu Getreide gereicht. Oder in Brühe  zusammen mit Brot oder einem Stück Fleisch. Die im Winterlager austreibenden Blätter wurden als Salat verwendet. In einigen Regionen wurde unter Milchsäuregärung Rübenkraut aus gehobelten Rübchen hergestellt, ähnlich dem Sauerkraut. Erst als die Karoffel an Bedeutung gewann, wurde das Rübchen langsam verdrängt.

Alte Sorten
Je nach Region waren unterschiedliche Rübensorten verbreitet. Auch heute noch bekannt und beliebt ist das Teltower Rübchen (Brassica rapa L. subsp. rapa f. teltowiensis), eine besondere Form der Speiserübe. Sie ist benannt nach der brandenburgischen Stadt Teltow, in deren Umland sie traditionell angebaut wurde.

Ebenfalls eine alte Sorte ist die Bayerische Rübe (Brassica rapa L. ssp Rapa), die beinahe ausgestorben ist und nur noch im Dachauer Land vereinzelt angebaut und vermehrt wird. Bis ins 20. Jahrhundert scheint die Bayerische Rübe über ganz Bayern verbreitet gewesen zu sein. Die Bayerische Rübe ist eine gut haltbare Speiserübe mit weißem Fleisch, nicht zerkochend und sehr würzig. Es gibt angeblich kein bayerisches Kochbuch vor 1900, das kein Gericht mit der Bayerischen Rübe enthält. 1808 äußerte sich der Landsberger Landgerichtsphysikus Winterholler in seinem Bericht: “Von Gemüsearten wird nichts gebaut außer Kopfkraut, weiße- und bayerische Rüben.” [Quelle: Samensurium 12/2001, veröffentich bei VEN]. Wer an einem Anbau der Bayerischen Rübe interessiert ist kann Saatgut über www.bio-saatgut.de erwerben. Wobei zu erwähnen ist, dass die Aussagen über die 2-3 jähige Kultivierung auseinander gehen.

Eine weitere traditionelle Rübe ist die Wildschönauer Krautingerrübe, die auch heute noch in Tirol in der Region der Wildschönau kultiviert wird. Auch sie wurde roh, als Gemüse und als Kraut zubereitet verzehrt und als Viehfutter verwendet. In den Alpenregionen wo Obst und Gemüse in der kalten Jahreszeit Mangelware war, hatte die Rübe eine umso größerer Bedeutung. Eine Besonderheit stellte das Schnapsbrennen, das „Krautingerbrennen“ dar, das auch heute noch praktiziert wird.

Neue Sorten und Anbau
In Frankreich sind Rübchen immer noch als Delikatess-Gemüse bekannt. Bei uns sind sie zur Zeit meist nur in gut sortierten Bio-Läden erhältlich. Für den Eigenanbau gibt es dennoch eine gute Auswahl an Saatgut.

Die meisten Rübchen können im Frühling als Mairübchen sowie ab August als Herbstrübe angebaut werden. Wobei die schnellwachsenden kleineren Rübchen für den Frühling gegenüber den teilweise winterharten Herbstrüben besser geeignet sind. Empfehlenswerte Sorten sind:

  • Platte Weiße – kleineres, zartes Mairübchen, Aussaat sobald der Boden frostfrei ist. Auch für Herbstanbau mit Ernte bis in den Winter.
  • Goldrübchen (Golden Ball) – rundes, gelbes Rübchen für Frühjahrs- und Herbstausaat.
  • Herbstrübchen Primera – weiße, violett bis rosa überhauchte plattrunde Rübe vorrangig für den Herbstanbau, sehr gut lagerfähig
  • Schwarzes Winterrübchen – Herbst- und Winterrübchen (alte Sorte, vermutlich französicher Herkunft); langes, schwarzschaliges Rübchen, absolut frosthart und kann den ganzen Winter bis ins Frühjahr geerntet werden.
    .

Vor allem die Frühjahrsaussaaten sollten vor Kohlfliegen mittels Gemüsefliegennetzen geschützt werden, da ansonsten ein kompletter Ernteausfall duch zerfressene Wurzeln möglich ist. Rübchen nicht zu eng säen – jede Pflanze braucht genügend Platz um sich zu entwickeln.