kuerbis-jarrahdaleSehr schmackhafter Speisekürbis aus der Maxima-Gruppe (Cucurbita maxima). Die Früchte sind blaugrau, gerippt, rund und etwas abgeflacht. Die einzelnen Kürbisse erreichen ein Gewicht von bis zu 6 kg. Das Fruchtfleisch ist gelb-orange. Der Kürbis verfügt über eine hohe Lagerfähigkeit von bis zu 9 Monaten und ist somit ein idealer Begleiter durch den Winter.

 

Anbau:
Aussaat in Töpfchen unter Glas Mitte bis Ende April und nach den letzten Frösten auspflanzen. Maximal zwei Kürbisse direkt zusammen pflanzen und genug Platz für die stark rankenden Pflanzen einplanen. Kürbisse mögen warme, sonnige Plätze mit nährstoffreichem Boden. Am besten das Beet im vorhergehenden Herbst mit abgelagertem Mist düngen.

Wuchsform:
Stark rankend, benötigt ca. 3 qm. Je Pflanze werden, abhängig von Standort und Nährstoffangebot, zwei bis vier Früchte ausgebildet.

Vermehrung:
Kürbisse sind Fremdbestäuber und werden vor allem von Hummeln und Bienen besucht. Für die Samengewinnung nur eine Kürbissorte aus der Maxima-Gruppe anbauen, da es sonst zu Verkreuzungen kommt. Zu den Maxima-Kürbissen gehören z. B. Hokkaido, Gelber Zentner, Hubbard und einige andere. Für die Vermehrung sollten 6 – 10 Exemplare angebaut werden. Die Früchte gut ausreifen lassen – erkennt man daran, dass der Stiel eintrocknet – und bei der Verwendung für die Küche die Samen ausschaben, abwaschen und trocknen lassen. Kürbissamen sind bis zu sechs Jahren keimfähig.

Verwendung:
Der Kürbis Jarrahdale verfügt über einen ausgezeichneten Kürbisgeschmack. Neben der Verwendung für Kürbissuppe, Gnocchi oder Schupfnudeln eignet er sich besonders gut als Backkürbis, da das Fruchtfleisch nicht so schnell zerfällt.

Für den Backkürbis das Kürbisfleisch in Spalten schneiden. Mit Salz, Pfeffer, Rosmarin (wer mag auch Chili) würzen und mit Zitronensaft und Olivenöl vermischen. Auf einem Backblech verteilen und ca. 20 Minuten bei 180 Grad backen.

Geschichte:
Kürbissorte aus Australien, die bei uns selten angeboten wird.

Saatgut für Kürbis Jarrahdale kann bei uns angefragt werden.
Hier gehts zur aktuellen Saatgutliste >

 


Der Januar ist eine gute Zeit für schmackhafte Kohlgerichte und gleichermaßen warten noch die Lagerkürbisse auf ihre Zubereitung. Ein hervorragendes Duo sind Kohlgemüse wie gedünsteter Grünkohl oder Rosenkohl, aber auch Sauerkraut zusammen mit Kürbis-Schupfnudeln. Bei der Zubereitung der Schupfnudeln ist darauf zu achten einen festfleischigen, eher trocken-mehligen Kürbis mit gutem Kürbis- oder Maronenaroma zu verwenden. Er eignet sich für die Herstellung des Schupfnudelmasse wesentlich besser als seine Verwandten mit wässrigerem und faserigem Fruchtfleisch.

Ein sehr empfehlenswerter Vertreter solcher Kürbisse ist “Jarrahdale”, ein Maxima-Kürbis mit grauer Schale und orangem Fruchtfleich. Einer der besten und geschmackvollsten Bratkürbisse nach meiner Erfahrung. Er eignet sich hervorragend als Blechkürbis und ebenso für die Verarbeitung zu Gnocchi oder Schupfnudeln.

KÜRBIS SCHUPFNUDELN
600 g Kürbis (ohne Kerne und Schale)
600 g mehlig kochende Kartoffeln
200 g Weichweizen-Grieß
200 g helles Mehl
Salz, Muskatnuss
2 Eier
Butter
Salbeiblätter

Das Kürbisfleisch in Würfel schneiden und in Alufolie gewickelt im Backofen bei 180 Grad Umluft weich garen. Aus dem Ofen nehmen, die Alufolie öffnen und den Kürbis abdampfen lassen. Parallel die Karoffeln in Wasser weich garen, schälen und ebenfalls abdampfen lassen. Beides noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken und mit Grieß, Mehl, Eiern und Gewürzen zu einem glatten Teig kneten.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit bemehlten Händen zu Rollen formen, in längliche Stücke schneiden und zu Schupfnudeln formen. Die Nudeln in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und in einer vorgewärmten Pfanne mit zerlassener Butter und den Salbeiblättern leicht anbräunen. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Die angegebene Menge reicht für ca. 6 Portionen.
Die Schupfnudeln lassen sich übrigens gut einfrieren. Wenn man sie nach dem Kochen mit etwas Öl beträufelt und durchmischt, kleben sie nicht zusammen. Nach dem Auftauen mit Butter in der Pfanne erhitzen und anbräunen.


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VEN – Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt e. V. veranstaltet in München die
1. Regionalversammlung 2013. Unter anderem steht eine Gartenbesichtigung mit Führung auf dem Programm sowie die Planung der Aktivitäten für 2013.

Neben Mitgliedern des VEN sind auch Neuinteressenten herzlich eingeladen und willkommen. Anmeldungen bitte via E-Mail an Doris Seibt.

Zeit: 02.02.2013, Beginn um 14.00 Uhr

Ort:
Münchner Umwelt-Zentrum e.V. im Ökologischen Bildungszentrum München
Englschalkinger Straße 166
81927 München

Unkostenbeitrag für Kaffee und Gebäck je Person 4,-€

 


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Wir freuen uns ein neues Kursangebot in Zusammenarbeit mit dem Mienbacher Waldgarten vorstellen zu dürfen: Obst und Gemüse im Hausgarten selbst kultivieren und vermehren.

Wann: 27. und 28. Juli 2013, jeweils Von 10.00 – 18.00 Uhr und 9.00 – 13.00 Uhr

In diesem 2-Tages-Praxisseminar lernen Sie alles über Gemüse, alte und neue Sorten, Samenernte, Humusaufbau, Warm- und Kaltkompostierung, Mulchwirtschaft, Mischkulturen, Intensiv- und Extensivwirtschaft … Dazu die Beeren, Wildbeeren und Obstarten, die eine dauerhafte Ernährungsquelle versprechen und wie man selbst vermehrt.

Weitere Informationen und Anmeldung unter Mienbacher Waldgarten.logo_mienbacher-waldgarten

Permakultureller Waldgarten
Der Mienbacher Waldgarten ist ein permakultureller Waldgarten. “Dies beinhaltet eine nachhaltige Landwirtschaft, ein Wirtschaften mit der Natur… Es geht um Artenvielfalt, um Symbiosen. Ein Waldgarten ist nicht nur ein Wald, nicht nur eine Streuobstwiese, nein, ein Waldgarten bietet Essen, Schutz, Rückzug, Erholung und ein Auskommen… Ganz klar in einem Wort ausgedrückt: Ein Paradies!…”


Bei Schnee und Kälte sind wärmende Suppen ein besonderer Genuss. Aus Norditalien stammen zwei einfache Rezepte für eine Bohnensuppe und eine Wirsingsuppe, die auf demselben Grundprinzip beruhen: Gemüse, Brühe, geröstetes Brot, Parmesan sowie Knoblauch und Gewürze. Bei der Einfachheit der Gerichte ist die Qualität der Zutaten besonders wichtig. Bio-Gemüse bietet hier vor allem beim Wirsing einen deutlichen geschmacklichen Vorteil und auf Dosenware für die Bohnen sollte verzichtet werden (Achtung: getrocknete Bohnenkerne müssen vor der Zubereitung eingeweicht werden). Die Rezepte sind für ca. 4 Portionen.

LOMBARDISCHE BOHNENSUPPE
250 g getrocknete helle Bohnenkerne
6 frische Salbeiblätter
1 Liter Gemüsebrühe (am besten selbst gemacht)
2 Zehen Knoblauch
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
8 – 12 Scheiben Weißbrot (z. b. Ciabatta)
Olivenöl
frisch geriebener Parmesan

Bohnenkerne über Nacht in Wasser einweichen. Das Wasser abgießen und in einem Topf die Bohnenkerne mit dem Salbei und einer Knoblauchzehe in ungesalzenem Wasser kochen. Die Bohnenkerne müssen gut mit Wasser bedeckt sein. Wenn die Bohnenkerne bissfest gekocht sind, mit der Brühe aufgießen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer abschmecken. Parallel die Weißbrotscheiben im Backofen knusprig rösten.

Die Brotscheiben mit Knoblauch einreiben und mit Olivenöl beträufeln. Portionsweise in vorgewärmte Teller legen und mit der Bohnensuppe übergießen. Dick mit Parmesan bestreuen und sofort servieren.

WIRSINGSUPPE AUS DEM PIEMONT
1 mittlerer Wirsingkohl
Butter
2 Knoblauchzehen
150 g durchwachsener Speck
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss
1,2 L Gemüse- oder Fleischbrühe (am besten selbst gemacht)
8 – 12 Scheiben Weißbrot (z. b. Ciabatta)
Olivenöl
frisch geriebener Parmesan

Vom Wirsing die äußeren Blätter entfernen, den Kopf vierteln, die Mittelrippe herausschneiden und in Streifen schneiden. Waschen und abtropfen lassen. Knoblauch hacken und den Speck würfeln. Beides in Butter anschwitzen, Wirsing zugeben und andünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Mit der Brühe aufgießen und ca. 20 Minuten bei kleiner Hitze kochen bis der Wirsing gar ist. Parallel die Weißbrotscheiben im Backofen knusprig rösten.

Die Brotscheiben mit Knoblauch einreiben und mit Olivenöl beträufeln. Portionsweise in vorgewärmte Teller legen und mit der Suppe übergießen. Dick mit Parmesan bestreuen und sofort servieren.

Guten Appetit!