Neuer Termin!

Leider verschiebt sich der Termin des Praxis-Seminars „Permakultur im Paradiesgarten“
auf Samstag und Sonntag, den 10. und 11.08.2013, da der Acker mit der Wintergerste witterungsbedingt nicht rechtzeitig vor dem bisher geplanten Termin abgeerntet werden kann.

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Auf dem Gelände des geplanten sozialökologischen Gemeinschaftsprojekts “Paradiesgarten“ im westlichen Landkreis Fürstenfeldbruck, Moorenweis-Brandenberg findet das erste Permakultur Praxisseminar statt.

Kulturpflanzenvielfalt im Permakultur-Garten
Ab Juli 2013, nach der Ernte der Wintergerste, werden Grundstück und Bewirtschaftung nach Permakultur-Prinzipien und zur Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt umgestellt.

Entsprechend befasst sich das Seminar mit den Grundlagen der Permakultur, Geschichte und Erhaltung unserer Nutzpflanzen und Anbau zur Selbstversorgung sowie der Umstellung von landwirtschaftlich genutzten Flächen. Konkrete Planungsarbeiten sollen den Grundstein für die weitere Realisierung des „Paradiesgartens“ legen.

Seminarprogramm und weitere Informationen >
Anmeldung: seminare@garten-des-lebens.de

 


art_schnittlauchblueteEin kleines aber feines Rezept passend zum Gemüse des Jahres und der Blütezeit des Schnittlauch: ein aromatisiertes Öl mit Schnittlauchblüten und Knoblauch.

1/2 Liter Olivenöl
10 – 15 Schnittlauchblüten
1 Knoblauchzehe

Das Olivenöl in ein passendes Glas oder  Flasche geben. Die Schnittlauchblüten von den Stielen zupfen und die Knoblauchzehe schälen. Beides zum Olivenöl geben, sodass alle Blüten mit Öl bedeckt sind. Das Glas, z. B. auf dem Fensterbrett, ca. 4 Wochen stehen lassen und regelmäßig leicht schütteln. Danach das Öl durch ein Sieb seihen, sodass Blüten und Knoblauch entfernt werden.

Das Öl eignet sich wunderbar für Salate und Carpaccio-Gerichte.

 


Seit 1998 lobt der VEN (Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt) ein „Gemüse des Jahres“ aus.  Ziel ist es –  neben der Informationsarbeit zu Nutzungs- und Kulturgeschichte und zu botanischen und sortenkundlichen Merkmalen – alte, im Handel nicht mehr erhältliche Sorten aufzuspüren und wieder in die Vermehrungsarbeit zu bringen. Für das kommende Jahr 2013/2014 fiel die Wahl für das Gemüse des Jahres auf die Zwiebel.

art_zwiebeln

Küchenzwiebeln

Als eine der ältesten Kulturpflanzen wird die Zwiebel schon seit mehr als 5000 Jahren als Heil-, Gewürz- und Gemüse- pflanze angebaut.

Dabei ging die Bedeutung der Zwiebel in einigen Kulturen über die Nutzung als Lebensmittel hinaus. Bei den alten Ägyptern wurden Zwiebeln den Göttern als Opfergabe angeboten, sie waren eine Art Zahlungsmittel und wurden den Toten für die Reise ins Jenseits beigelegt.

Auch bei den Römern zählten Zwiebeln zu den Grundnahrungsmitteln und durch römische Legionäre wurde die Zwiebel „cepula“ in Mitteleuropa eingeführt, wo sie sich zu einer der bedeutendsten Gemüsearten entwickelte.

Zwiebelgewächse (Alliacea)
Die wichtigste Gattung der Zwiebelgewächse ist Allium wozu u.a. die Küchenzwiebel, Lauch und Knoblauch gehören. In der Küche ist die Zwiebel als Gewürz und Gemüse geradezu unabkömmlich.

Überblick über die artenreiche Allium-Familie:

  • Küchen- und Speisezwiebel (cepa L.)
  • Familienzwiebel, Schalotte und Kartoffelzwiebel (var. ascolonicum / var. aggregtum)
  • Etagenzwiebel, Luftzwiebel, Johanniszwiebel (x proliferum)
  • Winterheckenzwiebel, Stängelzwiebel, Lauchzwiebel (fistolosum)
  • Lauch/Porree, Perlzwiebel (ampeloprasum)
  • Schnittlauch (schoenoprasum)
  • Knoblauch (sativum)
  • Knolau, Schnittknoblauch, Chinesischer Knoblauch (ramosum L., tuberosum)
  • Bärlauch (ursinum)


Die botanische Sortenzugehörigkeit ist wichtig, wenn man Zwiebeln vermehren möchte. Zwiebeln sind nämlich strenge Fremdbefruchter und Vertreter der selben Art verkreuzen sich untereinander. Die schönen Blüten der Zwiebelgewächse ziehen viele Insekten an, die die Bestäubung übernehmen.

Vermehrung über Samen
Küchenzwiebeln, Lauch und Porree lassen sich nur über Samen vermehren. Dabei ist zu beachten, dass Zwiebeln zweijährig zu vermehren sind. Im ersten Jahr bilden sie Steckzwiebeln bzw. Speiselauch/Lauchzwiebeln aus, die überwintert werden und im Folgejahr zur Blüte kommen. Für die Vermehrung benötigt man ca. 20 schöne, spätschossende Exemplare.

Vegetative Vermehrung
Einige Zwiebelgewächse können über Samen und vegetativ vermehrt werden, bzw. entwickeln einige Arten keine Blüten und werden nur über Brutknöllchen oder Teilzwiebeln/Zehen vermehrt. Dazu gehören z. b. Etagenzwiebeln, Schalotten und Knoblauch.

Schnittlauch und Winterheckenzwiebel können neben Samen auch über die Teilung der Stöcke vermehrt werden.

Wer sich intensiver mit der Vermehrung von Zwiebelgewächsen befassen will, findet im Handbuch der Samengärtnerei von Andrea Heistinger, vorgestellt in unserem Artikel Samengärtnerei im Hausgarten, ein ausführliches Kapitel dazu.

 


Es ist soweit, der Start zum sozialökologischen Gemeinschaftsprojekt “Paradiesgarten” findet am 14.06.2013, 19:00 Uhr, in Grafrath statt.

Es handelt sich dabei um eine erste, gemeinsam mit dem Kooperationspartner Hans Sondermeier von „Garten des Lebens“, durchgeführte Veranstaltung zu dem lange angekündigten Projekt eines sozialökologischen Gemeinschaftsgartens.

Weitere Kooperationsmöglichkeiten mit bereits bestehenden derartigen Initiativen und Projekten sind erwünscht. Zur Informationsveranstaltung sind alle Interessierten herzlich eingeladen.

Einladung Paradiesgarten in Brandenberg >

 


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Mit zwei Terminen veranstalten wir diesen Sommer einen Saatgutlehrgang  „Samengärtnerei für den Hausgarten“.

Wie Saatgut für den Eigenbedarf gewonnen und selten gewordene Sorten erhalten und wieder vermehrt werden, wird im Praxisseminar an Hand saisonaler Kulturen vermittelt.

Nach Jahreszeit werden Pflanzenfamilien, ihre Bestäubungsbiologie, Samenbau und Samenernte behandelt.

Anmeldung und Detailprogramm >