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Der Schulgarten hat eine lange Geschichte und schon vor mehreren hundert Jahren sind die ersten Schulgärten dokumentiert, wobei ihr Zweck im Laufe der Zeit unterschiedlich gewesen ist. So dienten die Gärten zuerst meist als Anzucht- und Liefergärten für den naturkundlichen Unterricht und die Versorgung der Schulküchen sowie teilweise auch der Erholung. Kindern und Jugendlichen die gärtnerische Arbeit nahezubringen kam erst später hinzu.

Noch vor hundert Jahren in vielen Schulen Bestandteil des Schulunterrichts, hatte seit der Nachkriegszeit die Zahl der Schulgärten immer weiter abgenommen (außer ehemalige DDR) und erlebte erst in den 80ern des letzten Jahrhunderts durch den ökologischen Gedanken einen erneuten Aufschwung. In den letzten Jahren hat die Bedeutung von Gärten für Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen weiter zugenommen. Vor allem in den Städten soll Kindern über pädagogische Gärten der Zugang zu Pflanzen, Erdboden, Wasser und Tieren (wieder) ermöglicht werden und die Schulgartenarbeit ist Teil der Bildung für nachhaltige Entwicklung geworden.

Heute sind Schulgärten Lernort und Naturerlebnis
Ein pädagogischer Garten ist Lernort, Lebensraum und Naturerlebnis. Er ermöglicht das Erkunden und Erfahren der Kreisläufe der Natur und fördert ganzheitliches, praxisbezogenes Lernen mit allen Sinnen.

Ganz konkret können Kinder Pflanzen und Tiere und ihre Lebensräume unmittelbar beobachten und erleben, sie lernen den Anbau von Gemüse, Kräutern und Obst im Zyklus der Jahreszeiten und erfahren wie viel Wissen, Arbeit und Mühe notwendig sind, Nutzpflanzen erfolgreich zu kultivieren. Sie lernen die Vielfalt jenseits unserer Supermärkte kennen und ebenso die naturbelassene Zubereitung und Verarbeitung frisch geernteter Lebensmittel.

Wir freuen uns über diese Entwicklung, da wir über unsere Betreuung des Bairer Schulgartens (südöstlich von München, LK Ebersberg) erleben, mit welcher Freude und Begeisterung die Kinder die Möglichkeiten eines Schulgartens annehmen.

Gerne teilen wir unsere Erfahrungen von Aufbau und Betreuung von Schulgärten und bieten entsprechende Führungen und Schulungen an. Ebenso sind wir auf Fachtagungen vor Ort, wie 2013 auf dem Münchner Schulgartenforum und kommenden April auf dem Fachtag Schulgarten in Benediktbeuern.

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„Gärten sind seit ihrer Entstehung vor mehr als 5000 Jahren nicht einfach nur vom Menschen arrangierte Ansammlungen von Pflanzen, sondern immer auch Orte mit vielfältigen Beziehungen zur Ernährung, Heilkunde, Kunst, Geschichte, Religion, Bildung und Wissenschaft. Gärten sind daher Kulturgüter, in denen sich menschliches Denken, Fühlen und Handeln widerspiegelt. Seit Gärten bestehen, müssen sie auch Orte gewesen sein, an denen praxisorientiert gelehrt und gelernt wurde; denn gärtnerisches Wissen bedarf der Vermittlung vor Ort.“
                                                 Quelle: Gärtnern macht Schule, Ein Leitfaden für Schulgärten

 


Ein Gedanke zu „Gärten für Schulen, Kindergärten und pädagogische Einrichtungen“

  1. Hans sagt:

    meinen herzlichen Glückwunsch und Erfolg für diese sehr interessanten und anspruchsvollen Beiträge zu Natur und Gärten

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