Der Januar ist eine gute Zeit für schmackhafte Kohlgerichte und gleichermaßen warten noch die Lagerkürbisse auf ihre Zubereitung. Ein hervorragendes Duo sind Kohlgemüse wie gedünsteter Grünkohl oder Rosenkohl, aber auch Sauerkraut zusammen mit Kürbis-Schupfnudeln. Bei der Zubereitung der Schupfnudeln ist darauf zu achten einen festfleischigen, eher trocken-mehligen Kürbis mit gutem Kürbis- oder Maronenaroma zu verwenden. Er eignet sich für die Herstellung des Schupfnudelmasse wesentlich besser als seine Verwandten mit wässrigerem und faserigem Fruchtfleisch.

Ein sehr empfehlenswerter Vertreter solcher Kürbisse ist „Jarrahdale“, ein Maxima-Kürbis mit grauer Schale und orangem Fruchtfleich. Einer der besten und geschmackvollsten Bratkürbisse nach meiner Erfahrung. Er eignet sich hervorragend als Blechkürbis und ebenso für die Verarbeitung zu Gnocchi oder Schupfnudeln.

KÜRBIS SCHUPFNUDELN
600 g Kürbis (ohne Kerne und Schale)
600 g mehlig kochende Kartoffeln
200 g Weichweizen-Grieß
200 g helles Mehl
Salz, Muskatnuss
2 Eier
Butter
Salbeiblätter

Das Kürbisfleisch in Würfel schneiden und in Alufolie gewickelt im Backofen bei 180 Grad Umluft weich garen. Aus dem Ofen nehmen, die Alufolie öffnen und den Kürbis abdampfen lassen. Parallel die Karoffeln in Wasser weich garen, schälen und ebenfalls abdampfen lassen. Beides noch warm durch eine Kartoffelpresse drücken und mit Grieß, Mehl, Eiern und Gewürzen zu einem glatten Teig kneten.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit bemehlten Händen zu Rollen formen, in längliche Stücke schneiden und zu Schupfnudeln formen. Die Nudeln in kochendem Salzwasser ca. 5 Minuten garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und in einer vorgewärmten Pfanne mit zerlassener Butter und den Salbeiblättern leicht anbräunen. Nach Geschmack mit Salz und Pfeffer würzen.

Die angegebene Menge reicht für ca. 6 Portionen.
Die Schupfnudeln lassen sich übrigens gut einfrieren. Wenn man sie nach dem Kochen mit etwas Öl beträufelt und durchmischt, kleben sie nicht zusammen. Nach dem Auftauen mit Butter in der Pfanne erhitzen und anbräunen.


Bei Schnee und Kälte sind wärmende Suppen ein besonderer Genuss. Aus Norditalien stammen zwei einfache Rezepte für eine Bohnensuppe und eine Wirsingsuppe, die auf demselben Grundprinzip beruhen: Gemüse, Brühe, geröstetes Brot, Parmesan sowie Knoblauch und Gewürze. Bei der Einfachheit der Gerichte ist die Qualität der Zutaten besonders wichtig. Bio-Gemüse bietet hier vor allem beim Wirsing einen deutlichen geschmacklichen Vorteil und auf Dosenware für die Bohnen sollte verzichtet werden (Achtung: getrocknete Bohnenkerne müssen vor der Zubereitung eingeweicht werden). Die Rezepte sind für ca. 4 Portionen.

LOMBARDISCHE BOHNENSUPPE
250 g getrocknete helle Bohnenkerne
6 frische Salbeiblätter
1 Liter Gemüsebrühe (am besten selbst gemacht)
2 Zehen Knoblauch
Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
8 – 12 Scheiben Weißbrot (z. b. Ciabatta)
Olivenöl
frisch geriebener Parmesan

Bohnenkerne über Nacht in Wasser einweichen. Das Wasser abgießen und in einem Topf die Bohnenkerne mit dem Salbei und einer Knoblauchzehe in ungesalzenem Wasser kochen. Die Bohnenkerne müssen gut mit Wasser bedeckt sein. Wenn die Bohnenkerne bissfest gekocht sind, mit der Brühe aufgießen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer abschmecken. Parallel die Weißbrotscheiben im Backofen knusprig rösten.

Die Brotscheiben mit Knoblauch einreiben und mit Olivenöl beträufeln. Portionsweise in vorgewärmte Teller legen und mit der Bohnensuppe übergießen. Dick mit Parmesan bestreuen und sofort servieren.

WIRSINGSUPPE AUS DEM PIEMONT
1 mittlerer Wirsingkohl
Butter
2 Knoblauchzehen
150 g durchwachsener Speck
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss
1,2 L Gemüse- oder Fleischbrühe (am besten selbst gemacht)
8 – 12 Scheiben Weißbrot (z. b. Ciabatta)
Olivenöl
frisch geriebener Parmesan

Vom Wirsing die äußeren Blätter entfernen, den Kopf vierteln, die Mittelrippe herausschneiden und in Streifen schneiden. Waschen und abtropfen lassen. Knoblauch hacken und den Speck würfeln. Beides in Butter anschwitzen, Wirsing zugeben und andünsten. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. Mit der Brühe aufgießen und ca. 20 Minuten bei kleiner Hitze kochen bis der Wirsing gar ist. Parallel die Weißbrotscheiben im Backofen knusprig rösten.

Die Brotscheiben mit Knoblauch einreiben und mit Olivenöl beträufeln. Portionsweise in vorgewärmte Teller legen und mit der Suppe übergießen. Dick mit Parmesan bestreuen und sofort servieren.

Guten Appetit!


Für das Rübchen-Carpaccio eignen sich alle Herbst-, Winter- und Mairübchen. Die Rübchen werden geschält und dünn gehobelt. Salzen und kurz ziehen lassen – die Rübchen „weinen“ etwas, ähnlich wie Rettich. Die Scheiben auf einem Teller anrichten und mit Limette, Crema di Balsamico und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen. Parmesan darüber hobeln und z. B. als Vorspeise mit geröstetem Brot genießen.

Herbstrübchen PrimeraAuf dem Foto sehen wir das Herbstrübchen Primera, eine schmackhafte, rosa überhauchte Sorte mit weißem Fleisch.

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