Und ein weiterer Garten, der immer einen Besuch wert ist:
Der Arche Noah Schaugarten in Schiltern in Niederösterreich.

Arche Noah (Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung) bewirtschaftet auf dem Gelände des Schloss Schiltern einen wunderschönen Schaugarten für alte Kulturpflanzen und Gemüseraritäten. Ein Teil der Kulturen wird für die Erhaltung und Vermehrung angebaut.

Auf der Website von Arche Noah erhält man einen Überblick über Führungen und Veranstaltungen im Schaugarten. Ansonsten kann der Schaugarten in den Sommermonaten an Wochenenden und Feiertagen besucht werden.

Einen ersten Eindruck des Gartens und der Arbeit von Arche Noah vermittelt der
folgende Film:


br_salatSaatgutverordnung – Das Hoffen auf die Reform
Schon lange kritisieren Umweltschützer, dass der Saatgutmarkt immer stärker von Großkonzernen dominiert wird. Weltweit werden 75 Prozent des gesamten Saatguts von nur zehn Konzernen vertrieben. Warum eigentlich?

„Unser Land“ hat unter der Regie von Norbert Haberger zu diesem Thema mit Annette Holländer (Garten des Lebens) in ihrem Garten und in den Gemeinschaftsgärten des ÖBZ (Ökologisches Bildungszentrum München) mit der Regionalgruppe des VEN einen Beitrag gedreht, der am 5.7.2013 im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt ausgestrahlt wurde.

Zum Beitrag auf der Website von „Unser Land“ >
Direkt zum Film >

PS: Leider wurde im Beitrag der Name des Salats verwechselt. Es handelt sich bei der abgebildeten Sorte um „Gelber Kaiser“ und nicht um „Altöttinger Großkopfoada“, der im selben Beet angebaut war.

Seminarangebot alte und samenfeste Kulturpflanzen
Wer Interesse hat an alten und samenfesten Kulturpflanzen, deren Anzucht und Vermehrung ist herzlich zu unseren Seminaren eingeladen:

2-Tages-Praxiskurs am 27. und 28. Juli 2013:
Obst und Gemüse im Hausgarten selbst kultivieren und vermehren >

Praxiskurstage am 13. Juli und am 7. September 2013:
Gemüse und Kräuter selbst vermehren – Samengärtnerei für den Hausgarten >

 


Regionale und saisonale Lebensmittel liegen im Trend, da immer mehr Menschen wissen möchten, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden. Nicht jeder hat einen eigenen Garten aus dem er sich versorgen kann und Obst und Gemüse, das in unseren Lebensmittelmärkten angeboten wird – egal um welche Jahreszeit – stammt oft aus dem Ausland wie Spanien, Holland oder auch aus Südafrika- und Südamerika.

art_wirsingErfreulicherweise gibt es jedoch immer mehr regionale Anbieter mit einem saisonalem Sortiment. Dies sind z. B. Gärtnereien mit gut sortierten Bio-Kisten oder Hofläden mit Direktvermarktung von Obst, Gemüse, Kartoffeln, Getreide-
produkten, Käse und Fleisch.

Solidarische Landwirtschaft
Eine besondere Form des Lebensmittel-Abos ist dabei die Solidarische Landwirtschaft. Die Idee stammt aus den USA, wo unter der Bezeichnung CSA (Community Supported Agriculture) ein Vermarktungsmodell ins Leben gerufen wurde, das dem Produzenten eine hohes Maß an Planungssicherheit gewährt und faire Preise für alle Beteiligten ermöglicht.

Kunden, die mit Produkten aus einem solidarisch wirtschaftenden Betrieb regelmäßig versorgt werden möchten, schließen ein Jahresabo zu einem vereinbarten Umfang ab. Die Kosten, die wie eine Beteiligung gehandhabt werden, sind in der Regel zu Beginn des Jahresabos fällig. Die Produzenten – ob Landwirte, Gärtner oder auch Zusammenschlüsse von Herstellern und verarbeitenden Betrieben können auf Basis dieser Vereinbarungen planen wieviel angebaut und produziert werden muss. Der Vorteil ist, dass eine Überproduktion vermieden werden kann, der Kunde immer absolut frische Ware erhält und in vielen Betrieben auch die Möglichkeit besteht das Sortiment mit zu bestimmen.

„SoLaWi“ Gärtnerei Hecker
Die Biogärtnerei Hecker in Olching, nahe München, zeigt im Filmbeitrag für „‚Unser Land“ anschaulich wie „SoLaWi“ funktioniert:

Anbieter suchen und finden
Wer allgemein nach regionalen Anbietern sucht, kann z. B. unter www.genussgemeinschaft.de recherchieren (oder sich auch als Betrieb eintragen lassen). Für solidarisch wirtschaftende Betriebe gibt es ein Web-Verzeichnis unter www.solidarische-landwirtschaft.org, das zusätzlich viele Informationen zum Thema bietet.

Nachdem jedoch viele Betriebe noch nicht in einschlägigen Internetportalen eingetragen sind, macht es immer Sinn sich direkt in der Umgebung und über lokale Medien zu informieren.

 


buchtipp_essbareLandschafteAus Freude am Frischen
Rund 40 Wildkräuter werden in raffinierten Rezepten für außergewöhnliche Salate, Gerichte mit Fisch oder Fleisch, Risotto, Pasta, Desserts und viele weitere Köstlichkeiten vorgestellt. Dazu gibt es Grundrezepte für Pesto, Kräutersirup und -öle sowie Wildkräuterporträts von Ackerveilchen bis Ysop mit vielen Tipps für die Ernte, Lagerung und Verwendung in der Küche.

Koch trifft Gärtner
Ralf Hiener ist Koch und Olaf Schnelle Gärtner. Die beiden haben in diesem Buch ihr profundes Wissen und ihre jahrelange Erfahrung aus dem jeweiligen Fachgebiet vereint. Die traumhaften Fotos der Fotografin Anne Freidank machen sofort Appetit.

Fazit: Ein wirklich schönes Buch für die Wildkräuterküche mit besonderen Rezepten.

Bestellung und weitere Informationen: www.amazon.de

 


art_baerlauch-blumeAuch wenn sich der Frühling mit seinem Einzug dieses Jahr recht Zeit lässt – später Schnee und frostige Temperaturen können einen der ersten Frühjahrsboten nicht beeindruckent: Den Bärlauch.

Seit Mitte März schieben sich unbeirrt die ersten Bärlauchblätter aus dem Boden von lichten Wäldern und feuchten Auen. Und auch die neuerliche Schneedecke kann den Bärlauch nicht aufhalten.

Bevor sich der Bärlauch an seinen Lieblingsstandorten flächendeckend ausbreitet, teilt er sich seinen Platz mit den ersten Frühlingsblüten von Schneeglöcken und Leberblümchen.

art_baerlauch-moosbaumWie jedes Jahr freuen wir uns über dieses frühe Geschenk aus der Natur und auf die Ernte der gesunden und würzigen Bärlauchblätter während der nächsten Wochen – bis die Pflanzen in Blüte gehen und den Waldboden mit wunderschönen weißen Blüten überziehen.

Danach bildet der Bärlauch Samen aus und es dauert nicht mehr lange bis er sich unter die Erde zurück zieht – unsichtbar – bis zum nächsten Frühling.

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Video: Bärlauch auf der Fortbildung zum Wildniskoch
Auf der Fortbildung zum Wildniskoch vom Veranstalter Landesbund für Vogelschutz Bayern e.V. (LBV) stellt Ulrich Dopheide die essbare Wildpflanze Bärlauch mit Biologie, gesundheitlicher Wirkung und Zubereitungsmöglichkeiten vor.

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art_baerlauch-spitzenBärlauch im Garten

Im Garten lässt sich der Bärlauch an günstigen Plätzen ansiedeln. Der Standort sollte im Sommer durch Laubbäume beschattet sein und überwiegend feucht bleiben. Im Winter und Frühling erreichen durch die unbelaubten Bäume Licht und Sonne den Boden und somit den Bärlauch in seiner Wachstumsperiode.

Am besten pflanzt man die kleinen Bärlauchzwiebeln und in den Folgejahren vermehrt sich der Bärlauch unterirdisch über die Bildung von neuen Brutzwiebeln sowie generativ über Samen. Den Überfluß, den der Bärlauch an seinen selbst gewählten Naturstandorten entfaltet, werden wir in der Kultivierung jedoch nur mit sehr viel Geduld erleben.

Daher lohnt es sich in die Natur üppige Bärlauchplätze, meist in Uferzonen von Bächen und Flüssen, zu erkunden und dort zu sammeln.