Klimaneutral Gärtnern bzw. Klimaneutraler Gemüseanbau ist ein brandaktuelles Thema.

art_klimagemueseKlimaneutral heißt nicht nur auf künstliche Düngemittel verzichten, die unter hohem Energieaufwand hergestellt werden, sondern ebenso Transportwege für Lebensmittelimporte und Energiekosten für geheizte und mit Zusatzbeleuchtung ausgestattete Gewächshäuser zu vemeiden.

In der Konsequenz ist das eine regionale Ernährung entsprechend der Saison.

Klimagarten auf der Hotelterrasse
Ein tolles Projekt zu diesem Thema wurde im Juni über myclimate und SV Hotel unter der Mitarbeit von Annette Holländer (Garten des Lebens) im Münchner Marriot / Courtyard gestartet. An der Hotelterrasse soll ein Klimagarten entstehen, der saisonalen Gemüseanbau für unsere Klimazone veranschaulicht. Gestartet wurde mit einer Kräuterspirale und für den Herbst sind Hochbeete mit einer Bepflanzung aus Herbst- und Wintergmüse geplant. Pate für die Gartenpflege ist eine nahegelegene Grundschule. Aktionen wie Klimakochen und Erntefest werden mit den Schülern im Hotel oder an der Schule durchgeführt.

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Auch im klimaneutralen Bio-Hausgarten kann mit robusten Wintergemüsesorten, Frühbeet, Folienabdeckung oder Kaltgewächshaus weit in die kalte Jahreszeit hinein gegärtnert und geeerntet werden. Dazu können noch eine ganze Reihe von Gemüsen in den nächsten Wochen gesät und gepflanzt werden.

Wer sich Praxistipps und weitere Sortenempfehlungen nach Hause holen möchte, kann an unserem Wintergemüse-Seminar (Teil 1 am 24. Juli 16) teilnehmen – einige Plätze sind noch frei!

Zum Seminar “Frisches Wintergemüse aus dem eigenen Garten”  >

 


Im Frühsommer verwöhnt uns der Garten mit feinen Gemüsen wie Erbsen, Kohlrabi und Spitzkraut. Ebenso beginnt die Beerenzeit und wir können Erd- und Himberen naschen oder sie in süße Köstlichkeiten verwandeln. Folgend dazu zwei unserer Lieblingsrezepte:

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Knackerbsensalat mit Feta

300 g Knackerbsen (auch Zuckerbrecherbsen genannt, die Hülse kann mitgegessen werden)
1/2 Bund Petersilie
1 EL Olivenöl
1 EL weißer Balsamico
1 TL scharfer Senf
1 EL Wasser
Salz und Pfeffer
100 g Feta

Die Knackerbsen entfäden und halbieren. Im Dampfeinsatz ca. 10 Minuten bissfest garen. In der Zwischenzeit die Petersilie fein hacken und aus den anderen Zutaten eine Vinaigrette rühren. Die warmen Erbsen in die Vinaigrette geben, die Petersilie hinzufügen und gut durchmischen. Etwa 10 Minuten ziehen lassen und nach Geschmack mit Salz und Pfeffer nachwürzen. Feta in kleine Würfel schneiden und ebenfalls unter den Salat mischen. Lauwarm servieren.

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Versunkener Beerenkuchen mit weisser Schokolade

4 Eier, zimmerwarm
200 g Zucker
250 g flüssige Butter
180 g Mehl
1 TL Backpulver
125 g weiße Kuvertüre
500 g Erdbeeren und Himbeeren
Puderzucker

Butter bei niedriger Temperatur schmelzen, dann beiseite stellen. Himbeeren verlesen. Erdbeeren in einem Sieb abbrausen, abtropfen lassen, vierteln und mit einem EL Zucker vermischen. Kuvertüre hacken.
Eier (ganz) mit dem Zucker schaumig schlagen, bis eine cremige Masse entsteht. Die flüssige, nicht mehr heiße Butter dazugeben und unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und ebenfalls unterheben. Den Teig in eine gefettete bzw. mit Backpapier ausgelegte Springform geben und zuerst die gehackte Kuvertüre und danach die Beeren gleichmäßig darauf verteilen. Im vorgeheiztem Backofen bei 180 Grad Ober-/Unterhitze ca. 40 Minuten backen. Nadelprobe machen und wenn der Teig noch klebt bei 150 Grad noch 5 bis 10 Minuten weiterbacken. Abkühlen lassen und vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.

Für das Rezept eignen sich auch andere Beeren, wie schwarze Johannis- oder Stachelbeeren, sehr gut.

 


Dieses Jahr wieder im Anbau haben wir die Freilandgurke Dekan und hoffen für die kommende Saison erneut Saatgut von dieser robusten Freilandsorte anbieten zu können.

G-DekanDekan zeichnet sich mit ihren kurzen, bis zu 15 cm langen walzenförmigen Früchten durch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Mehltau aus und kommt gut mit schwankenden und auch mal kühleren Nachtemperaturen zurecht.

Die Gurke ist bitterfrei mit gutem Geschmack bei einem langen Erntezeitraum.

Anbau:
Aussaat in Töpfchen im Haus oder unter Glas Ende April / Anfang Mai oder nach den letzten Frösten Mitte Mai direkt ins Freiland. In Gruppen von 3 – 4 Pflänzchen säen. Gurken mögen warme, sonnige Plätze mit nährstoffreichem Boden. Mulchen und bei Trockenheit regelmäßig gießen, da Gurken viel Wasser benötigen. Anhaltende Trockenheit kann zu Bitterstoffen in den Früchten führen.

Wuchsform:
Die Gurken ranken, wenn man eine Rankhilfe anbietet, anfangs dann eventuell hochbinden. Ansonsten kann der Anbau ebenso kriechend am Boden erfolgen.

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Vermehrung:

Gurken sind Fremdbestäuber und werden vor allem von Hummeln und Bienen besucht. Für die Samengewinnung nur eine Gurkensorte anbauen, da es sonst zu Verkreuzungen kommt. Frühe und formschöne Früchte ausreifen lassen – die Gurken verfärben sich dann gelb bis braun.

Die reifen Früchte der Länge nach aufschneiden und die Samen heraus schaben, abwaschen und trocknen lassen. Um die keimhemmende Schicht um die Samen abzubauen, kann auch für ein bis zwei Tage die Nassvergärung eingesetzt werden.

Gurkensamen sind bis zu sechs Jahre keimfähig. Dabei dunkel, möglichst kühl und trocken lagern.

Ernte und Verwendung:
Laufend die jungen Gurken ernten, ältere Gurken bekommen recht große Kerne und eine harte Schale. Die Gurke Dekan eignet sich für Salat, für Gurkenjoghurt oder in Scheiben direkt aufs Brot. Außerdem kann sie als Senfgurke verwendet werden.

Geschichte:
Ursprünglich stammt die Gurke Dekan aus der Krim in der Ukraine, wird aber schon lange in Mitteleuropa angebaut und vermehrt. Sie ist eine durchaus empfehlenswerte Sorte für den Freilandanbau in unserer Region, da sie auch in kühleren Sommern noch guten Ertrag bringt.

 


Am 19. Juni 2016 findet von 9:00 bis 17:00 Uhr das 7. Permakultur- und Netzwerktreffen statt. Veranstaltungsort ist dieses Jahr in 91555 Feuchtwangen am Landgasthof Walkmühle mit Informations- und Verkaufsständen sowie Gartenführungen und einem Vortragsprogramm im nahe gelegenen Herrieden.

Garten des Lebens ist mit dabei und informiert über Samengärtnerei, Erhaltung alter Nutzpflanzen und zu Selbstversorgung mit saisonalem Schwerpunkt Gemüse für die Herbst- und Winterernte.

Alle Infos zum Permakultur- und Netzwerktreffen auf der Website von Markus Gastl, dem diesjährigem Veranstalter:
hortus-insectorum.de/7-permakultur-und-netzwerktreffen-am-19-juni-2016 >

Alle Teilnehmenden freuen sich auf viele interessierte Besucher!

 


In der Arte Reihe “Was tun?” beschreibt die Wissenschaftlerin und Aktivistin Vandava Shiva klar und verständlich wie Politik, Saatgutkonzerne und manipuliertes, lizenziertes bzw. patentiertes Saatgut Kleinbauern in Verschuldung und mit der Konfiszierung ihres Landes in den Selbstmord treiben. Denn für diese Menschen ist ein Leben ohne ihr Land – ohne Mutter Erde – nicht denkbar.

Dabei veranschaulicht sie eindringlich, wie durch Saatgutsouveränität und biologische Landwirtschaft eine nachhaltige Zukunft für Menschen und Erde geschaffen werden kann.

 ”… Das Leben zu erhalten, das Leben der Menschheit und das Leben des Planeten als Grundlage für alles irdische Leben, das muss das höchste Ziel sein auf das wir hinarbeiten.”
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Dass unser Planet Erde ein lebendiges System ist, das wir nicht unendlich belasten und ausbeuten dürfen, erkennen immer mehr Menschen weltweit und setzen sich dafür ein.

Als zweites Land nach Equador agiert Bolivien auf Regierungsebene entsprechend. So hat Bolivien das “Gesetz von Mutter Erde“ verabschiedet, das unserem Planeten als lebendes System Rechte einräumt. Das Gesetz von Mutter Erde („Ley de Derechos de La Madre Tierra“) erklärt den Planeten als heilig und erhebt ihn zu einem lebenden System, welches das Recht darauf hat, vor Ausbeutung beschützt zu werden.

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